Xiang_Nan
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SCP-XXX-DE-1

Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Instanzen von SCP-XXX-DE-1 befinden sich in einer, mittels eines faradayschen Käfigs gegen elektromagnetische Strahlung abgeschirmten, Zelle mit den Maßen 3 m x 3 m x 3 m in Standort 15 (verlegt von Standort-DE4). Aufgrund der anomalen Eigenschaften von SCP-XXX-DE sind die Bildschirme von SCP-XXX-DE-1 mit weißen, blickdichten Folien zu bekleben, die die Bedienung berührungsempfindlicher Bildschirme nicht einschränken. Bei Benutzung zu Forschungszwecken ist zur Navigation, soweit vorhanden, die Bedienungshilfe für Sehgeschädigte zu verwenden.

Um einer Ausbreitung von SCP-XXX-DE entgegenzuwirken, darf zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung zu öffentlich zugänglichen Mobilfunknetzen hergestellt werden. Zu Forschungszwecken ist ein in sich geschlossenes Funknetz erstellt worden. Werden neue Instanzen von SCP-XXX-DE-1 entdeckt, so sind sie unverzüglich nach Standort 15 zu überführen. Exemplare, die bereits länger als vier Tage gelagert werden und nicht zu Forschungszwecken gebraucht werden, sind zu vernichten.

Anmerkung XXX-1 | Dr. L████ : Versuche legen nahe, dass es nicht möglich ist, den Bildschirm oder die SIM-Karte von SCP-XXX-DE-1 zu entfernen. Mit Erreichen von Stadium 1 scheint SCP-XXX-DE-1 generell nicht durch mechanische Gewalt zerstörbar zu sein. Lediglich das Einschmelzen bei mindestens 1873,15 K (1600 °C) ermöglicht die völlige Zerstörung von SCP-XXX-DE-1.

Im Falle eines Eindämmungsbruchs sind alle Mobilfunkmasten im Umkreis von 30 Kilometern abzuschalten.

Die Forschung an SCP-XXX-DE soll vorrangig der Entwicklung von Gegenmaßnahmen in Form von Software-Updates dienen, die die Infektion neuer Geräte verhindern. SCP-XXX-DE ist als "VERTRAULICH" eingestuft und somit nur autorisiertem Personal der Level 2/XXX-DE oder höher zugänglich.

Beschreibung: Bei SCP-XXX-DE handelt es sich um einen Computervirus, der lediglich Mobiltelefone befällt, die über einen eigenen Bildschirm verfügen. Sonstige technische Kapazitäten spielen dabei keine Rolle. Die betroffenen Geräte werden im Folgenden SCP-XXX-DE-1 genannt. Der Infektionsweg verläuft über Mobilfunknetze.

Anmerkung XXX-4 | Dr. L████ : Da die "Inkubationszeit" von SCP-XXX-DE unbekannt ist, und der "Virus" sich nicht auf herkömmliche Art nachweisen lässt, ist die Anzahl der SCP-XXX-DE-1-Instanzen nicht genau bezifferbar.

Hat SCP-XXX-DE ein Gerät infiziert, so bilden sich nach einer bisher unbekannten Zeitdauer vereinzelt pinkfarbene Flecken auf dem Bildschirm von SCP-XXX-DE-1. Der Durchmesser dieser eines solchen Flecks beträgt in der Regel nicht mehr als fünf (5) Millimeter. Nach etwa einer Stunde nehmen sie einen violetten Farbton an. In den darauffolgenden zwei bis drei Stunden färben sie sich tiefschwarz. Von diesem Zeitpunkt an beginnt eine rasche Ausbreitung, sodass nach drei Tagen etwa 80 Prozent des Bildschirms bedeckt sind. Eine reguläre Nutzung ist dann nicht mehr möglich. Zudem blockiert SCP-XXX-DE (soweit vorhanden) die Verwendung des "Flugmodus", sodass das kontinuierliche Aussenden von Funkwellen nicht verhindert werden kann.

Sobald erste Flecken auf dem Bildschirm erschienen sind, wird die zweite anomale Eigenschaft von SCP-XXX-DE aktiv. Beim Anblick des Bildschirms von SCP-XXX-DE-1 setzt beim Betrachter ein Prozess zunehmender Sehstörung ein. Hierbei verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen mit der fortschreitenden Verdunkelung des Bildschirms. Testpersonen berichten von dunklen Flecken im Sichtfeld, die mit denen auf dem Bildschirm kongruieren. Nach spätestens vier Tagen ist der Betrachter entsprechend vollkommen erblindet. Mit den Sehstörungen gehen zudem vermehrt starke Kopfschmerzen einher, die mit den Symptomen des Cluster-Kopfschmerzes vergleichbar sind und mit Erreichen der völligen Erblindung abrupt abklingen. Auch neigen Testpersonen zu Gereiztheit und plötzlichen, oft gewaltsamen, Wutausbrüchen. Es ist unklar, ob diese Wut als eigenständiger anomaler Effekt von SCP-XXX-DE, oder als Symptom der Kopfschmerzen zu verstehen ist.

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Stadien und Symptome anhand von Testergebnissen mit einem Mitglied des D-Klasse Personals beschrieben. Die Zeitmarken beziehen sich auf den Zeitpunkt des Versuchsbeginns.

Stadium Zeitmarke XXX-Flecken-Ausbreitung Auswirkung auf die Testperson Subjektiv empfundener Schmerz von 0 bis 101
1 Versuchsbeginn Erste pinke Flecken auf dem Bildschirm von SCP-XXX-DE-1. Die Testperson beschreibt pinkfarbene Flecken im eigenen Blickfeld. 0
2 nach einer Stunde Violette Verfärbung der Flecken. Die Testperson bestätigt eine entsprechende Veränderung im eigenen Blickfeld. Zudem beschreibt sie einen "leicht pochenden" Schmerz "hinter den Augen". 2
3 nach dreieinhalb Stunden Schwarze Verfärbung der Flecken. Die Testperson wird zunehmend unruhig und läuft in ihrer Zelle auf und ab. Auf Nachfrage beschreibt sie ihre Kopfschmerzen jetzt als "ziemlich stark" und "stechend". Die Testperson erkundigt sich nach dem Ende des Tests. 4
4 nach vier Stunden Ausbreitung der Flecken beginnt. Die Testperson schlägt mit den Fäusten gegen die Tür ihrer Zelle. Sie ist gereizt und aggressiv. Auf Fragen ist sie nicht gewillt zu antworten. 72
5 nach einem Tag 30% des Bildschirms sind verdunkelt. Die Testperson ist nicht in der Lage zu schlafen. Sie wirft sich mit ganzem Gewicht gegen die verschlossene Zelltür. Die Testperson wütet und schreit: "Zieht endlich diesen Eiszapfen aus meinem Schädel!" Wiederholt stolpert sie über Möbelstücke. 93
6 nach zwei Tagen 60% des Bildschirms sind verdunkelt. Die Testperson ist extrem gereizt und stark lichtempfindlich (der Versuchsleiter dimmt die Zellenbeleuchtung). Als sie versucht, sich den Schädel an einer der Zellwände aufzuschlagen, hält das Sicherheitspersonal sie davon ab. Die Testperson wird zur Beruhigung sediert. 104
7 nach drei Tagen 80% des Bildschirms sind verdunkelt. Die Testperson ist in der Nacht aufgewacht. Inmitten eines Wutanfalls zertrümmerte sie ihren Klappstuhl an der Zelltür, zertrat den Lattenrost ihres Bettes und erbrach sich dann auf den Zellenboden. Daraufhin brach sie vor Erschöpfung zusammen und blieb reglos liegen. Sicherheitspersonal verbrachte die Testperson in eine neue Zelle. 105
8 nach vier Tagen 100% des Bildschirms sind verdunkelt. Der Gemütszustand der Testperson hat sich dramatisch verändert. Sie sitzt apathisch in ihrer Zelle. Sie isst und trinkt, ist aber scheinbar unfähig oder unwillig zu sprechen. Unter Schmerzen scheint sie nicht mehr zu leiden. Ein Ophthalmologe bestätigt die völlige Erblindung der Testperson. 06

Anhang XXX-1 | Anmerkung des Versuchsleiters:

Mehrere Versuche bestätigen, dass der Erblindungsprozess beginnt, sobald SCP-XXX-DE-1 Stadium 1 erreicht hat und der Bildschirm (auch nur peripher) in das Blickfeld der Testperson gerät.

Das Betrachten fotografischer oder sonstiger Abbildungen des Bildschirms von SCP-XXX-DE-1 hat keinerlei anomale Effekte auf den Beobachter. Das indirekte Betrachten durch Kameralinsen oder Reflexionen hat jedoch die oben erwähnten anomalen Effekte zur Folge.

Der Versuch, das Display von SCP-XXX-DE-1 auf dem Bildschirm eines anderen Gerätes anzeigen zu lassen hat sich als zwecklos herausgestellt. Das dargestellte Display erscheint, unabhängig vom Entwicklungsstadium der XXX-Flecken, vollkommen schwarz. Sonstige anomale Effekte bleiben aus.

Anhang XXX-2 | Anmerkung des Versuchsleiters:

Es ist den Programmierern bereits gelungen, gefährdete Mobiltelefone mithilfe von Software-Updates gegen den Zugriff von SCP-XXX-DE abzuschirmen. Allerdings scheint es sich fortwährend anzupassen. Die konstante Entwicklung von Updates ist also von großer Wichtigkeit. Zur Verbreitung der Updates nutzen die Mitarbeiter die Server des jeweiligen Herstellers (ausgenommen sind auf Bitten der Mutter-Foundation hin Herstellerfirmen mit Hauptsitz in der V████████████ C████).

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