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Objekt-Nr.: SCP-300-DE

Klassifizierung: Euclid Keter

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-300-DE sind in einem Gruppengehege am Außenposten-DE14/36 mit den Maßen 10 m x 10 m x 5m 15 m x 15 m x 5 m 25 x 25 x 10 m zu halten, dessen Inneneinrichtung einer Felsenlandschaft ähnelt und ihrem ursprünglichen Lebensraum nachempfunden ist. Dazu gehören etwa verschieden große graue Felsen und Steine, totes Holz, Höhlen zum Verstecken, typische Pflanzen der Region wie z.B. Flechten, Moos oder Gebirgsgras und eine Wasserstelle. Das Futter in Form von Fleisch, Insekten, Küken, Mäusen und Meerschweinchen erfolgt zweimal täglich, die Reinigung des Geheges erfolgt einmal täglich. Veränderungen im Verhalten oder Physiologie der Entitäten sind umgehend dem leitenden Forscher Dr. Lamprecht zu melden.

Der Eingang zur betroffenen Gletscherhöhle im Hochtor im Nationalpark Gesäuse in Österreich, in der einzelne wilde SCP-300-DE-Populationen vermutet werden, ist von der Öffentlichkeit großflächig abzuschirmen und der Zutritt mittels hohen Zaunabsperrungen zu verwehren. Die Umgebung ist, insbesondere während der wärmeren Monate, das ganze Jahr durch als Bergwächter getarntes Wachpersonal nach Aktivitäten von SCP-300-DE zu überwachen. Aus der betroffenen Eishöhle entkommene Exemplare sind einzufangen und für genauere Untersuchungen dem Außenposten zu übergeben.

Vorgefundene SCP-300-DE-Exemplare sind einzeln in speziellen Kälte-Terrarien mit den Mindestmaßen 1 m x 1 m x 1 m am Standort-DE14 zu halten, die eine Temperatur von -10 °C nicht überschreiten dürfen. Die Terrarien sind mit Passcodes gesicherten Sicherheitsschlössern zu verschließen. Das Innere der Terrarien ist mit Steinen und Holzstücken sowie Flechten, Moos und einer kleinen Wasserstelle auszustatten. Die Reinigung der Terrarien erfolgt täglich, die Fütterung von mit Vitaminen und Mineralien versetzen Fleischstücken sowie Insekten erfolgt dreimal die Woche. Während der Reinigungsarbeiten sind die Terrarien nach Spuren von Intelligenz, wie etwa Krallenzeichnungen, selbstgefertigten Werkzeugen oder ähnlichem, zu untersuchen. Sollten diese in einem der Terrarien gefunden werden, muss die sich darin befindliche Entität entnommen, kontrolliert und bei Bedarf terminiert werden.

Der Eingang zur betroffenen Gletscherhöhle im Hochtor im Nationalpark Gesäuse in Österreich, in der einzelne wilde SCP-300-DE-Populationen existieren, ist von der Öffentlichkeit großflächig abzuschirmen und der Zutritt mittels hohen Zaunabsperrungen und als Bergwacht getarntem Sicherheitspersonal zu verwehren. Die Umgebung ist insbesondere während der wärmeren Monate des ganzen Jahres durch als Bergwächter getarntes Wachpersonal nach Aktivitäten von SCP-300-DE zu überwachen. Aus der betroffenen Eishöhle entkommene Exemplare sind einzufangen oder vor Ort zu terminieren. In der Höhle sind Kameras angebracht, um Aktivitäten, der in der Höhle befindlichen SCP-300-DE-Population, zu überwachen. Sind Veränderungen im Verhalten oder der Physiologie an diesen festzustellen oder sollten diese sich ungewohnt stark vermehren, ist eine MTF zur Höhle zu schicken, welche die von den Veränderungen betroffenen Exemplare mittels Schusswaffengebrauch terminiert.

Forscher vor Ort sind beauftragt, Wege zu finden, um die Temperatur der Höhle ganzjährig unter -10 °C zu halten und es werden Werbekampagnen in der Öffentlichkeit durchgeführt, die sich für eine aktive Verhinderung der Klimaerwärmung und dem Schutz der Gletscherregionen einsetzen. Im Falle einer extremen Vermehrungs- und Entwicklungsrate, die sich nicht mehr eindämmen lässt, sind die in der Höhle vorsorglich installierten Sprengsätze zu zünden, um einen Ausbruch von SCP-300-DE zu verhindern.

Beschreibung: Bei SCP-300-DE handelt es sich um eine heute noch lebende Saurier-Art der Gruppe Compsognathidae. Erwachsene Männchen erreichen eine Gesamtkörperlänge von 30 cm und eine Schulterhöhe von 12 cm, während die Weibchen eine maximale Länge von 25 cm und eine Schulterhöhe von maximal 10 cm erreichen. Ihre Körper sind, bis auf das Gesicht, Finger- und Zehenklauen, mit einem dichten, etwa 3 cm dicken Daunenfederkleid bedeckt, welches zum Schutz vor Kälte dient. Bei Männchen ist dieses schwarz-bläulich, während es bei Weibchen bräunlich ist. Zusätzlich befinden sich unter ihren Armen, an ihren Beinen und am Ende ihrer Schweife längere, ausgebildete Federn inklusive größeren Spulen, Fahnen und Ästen; Männchen besitzten zusätzlich bis zu 5 cm lange, rote Federkämme an ihrem Hinterkopf, die sie beliebig aufrichten und absenken können. Diese Federn dienen jedoch nicht, wie bei Vögeln, zum Flug, sondern sind ein Mittel zur Kommunikation, zum Abschrecken von Feinden und Konkurrenten oder auch zum Imponieren von potentiellen Partnern. Unter den Federn besitzen SCP-300-DE-Exemplare eine bläuliche, schuppige Haut, wie sie für Reptilien typisch ist. Die Subjekte sind warmblütig und sind an niedrige Temperaturen von bis zu -30 °C angepasst.

Finden die SCP-300-DE-Entitäten kühle Temperaturen von um die 0 °C als Lebensbedingung vor, leben sie in kleinen, lockeren Gruppenverbänden, die aus einem starken Alpha-Männchen und mehreren Weibchen sowie unterlegenen Männchen bestehen. Das Alphamännchen hat das Vorrecht auf Paarung und konsumiert den größten Anteil der erlegten Beute. Es duldet nur Männchen, die sich ihm unterordnen und entscheidet, ob und mit welchen Weibchen sie sich paaren dürfen. Die Paarung erfolgt ganzjährig und ein Weibchen kann bis zu sechs weiße, etwa 3 cm große Eier legen, welche es in Felsspalten oder anderen Verstecken unterbringt, bis diese schlüpfen. Sie betreiben keine Brutpflege und die meisten Jungtiere sterben noch vor ihrer Geschlechtsreife durch erwachsene Artgenossen, Hunger, Krankheit oder andere Faktoren. Forscher konnten herausfinden, dass die Eier selbst Temperaturen unter -40 °C unbeschadet über mehrere Jahre überstehen und bei Temperaturen ab -10 °C schlüpfen können. Diese Anpassung an teilweise extreme Temperaturen, sowie das von der Außenwelt größtenteils abgeschottete Leben innerhalb der Eisgrotte, könnte ein Grund für das Überleben dieser Spezies über Millionen von Jahren sein.

SCP-300-DE sind Fleischfresser. Aufgrund ihrer Größe beschränkt sich ihre Nahrung in der Wildnis auf Aas sowie kleinere Tiere wie Wirbellose und kleinere Nagetiere. Bei starken Nahrungsmangel erweitert sich ihren Speiseplan auch auf Pilze, Beeren oder Wurzeln. Auch konnte ein kannibalisches Verhalten beobachtet werden, da sie Eier und Jungtiere von Artgenossen nicht verschmähen. Gegenüber größeren Tieren wie Menschen sind sie jedoch scheu und ergreifen für gewöhnlich die Flucht, solange sie nicht provoziert oder etwa durch Futter angelockt werden.

SCP-300-DE-Entitäten haben eine besondere Eigenschaft, die ihre Fortpflanzung und die Anpassung an ihr Umfeld betrifft, sobald sie höheren Temperaturen als 0 Grad ausgesetzt werden. Eier, die einen Großteil der Brutzeit bei Temperaturen unter 0 °C verbrachten und dann geschlüpft sind, zeigen keine Unterschiede zu ihren Elterntieren. Wurden die Eier jedoch während der Brutzeit Temperaturen über 0°C ausgesetzt, zeigen diese Jungtiere teilweise drastische Veränderungen gegenüber den Elterntieren. Unter anderem konnten folgende Veränderungen festgestellt werden:

• Entwicklung einer höheren Intelligenz, Neugierde und logischem Denken, sowie Bildung eines Bewusstseins und anderen Zeichen von Intelligenz,

• Rückbildung der Daunenfedern und die Bildung von einer Daumenklaue,

• stärkere soziale Bindungen und Veränderungen der sozialen Strukturen innerhalb der Gruppe,

• Verlust von Scheu vor Menschen und anderen ihnen unbekannten Subjekten und Objekten sowie erhöhter Neugier gegenüber diesen,

• Änderung des Fortpflanzungsverhaltens, anfangs mit größeren und häufigeren Gelegen, später durch Veränderung der weiblichen Anatomie zugunsten von Lebendgeburten und Jungfernzeugung

Diese Veränderungen nehmen bei den Folgegenerationen zu, solange die Temperaturen konstant über dem Gefrierpunkt liegen. Versuche, diese Veränderungen rückgängig zu machen, sind bisher gescheitert. Eine stetige Weiterentwicklung kann jedoch durch den Umstand aufgehalten werden, dass die Eier, die bei kalten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gehalten werden, sich als Jungtiere nicht weiter von ihren Eltern unterscheiden.

Entdeckung: SCP-300-DE gelangte in die Aufmerksamkeit der Foundation, als die örtliche Bergrettung des ████████████ -Naturreservates einen Notruf von einem Bergsteiger bekam, der mit seiner Frau den Berg ████████████ besteigen wollte, in dem sich die betroffene Gletscherhöhle befindet. Er gab an, dass seine Frau von komischen Vögeln mit Zähnen und Krallen angegriffen wurde, nachdem sie versucht hatte, einen von diesen mit einem Schinkenbrot zu füttern. Verdeckte Agenten der Foundation schickten eine nahe gelegene MTF zu dem betroffenen Areal, um die Lage zu überprüfen. Vor Ort konnten sie den Mann sehen, der versuchte, mittels seines Wanderstockes die SCP-300-DE-Entitäten auf Distanz zu halten, um seine verletzte Frau zu beschützen. Die beiden Zivilisten zeigten Biss- und Krallenverletzungen am Körper auf. Die MTF konnte an diesem Tag drei junge Männchen sicherstellen. Nachdem die SCP-300-DE-Entitäten sicher eingedämmt werden konnten und das Pärchen medizinisch versorgt werden konnte, wurde jedem ein Amnesikum verabreicht und die Deckgeschichte eines Luchsangriffes erstellt.

Weitere Untersuchungen führten zum Fund weiterer Entitäten, die dazu führten, dass vor Ort der Außenposten-DE14/36 eingerichtet wurde, welcher SCP-300-DE in seiner gewohnten Umgebung untersuchen sollte.

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