Trägheit

Objekt-Nr.:

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen:

Beschreibung: SCP-XXX-DE ist ein anomales Nervengift, welches das erste mal in einer Sandfilterhalle in Stuttgart auftauchte. Proben wiesen das Nervengift im Trinkwasser auf, dieses wird in Stuttgart aus dem Bodensee gewonnen. Dem Vorfall wurde nachgegangen und es stellte sich heraus, dass das Nervengift erst in der Trinkwasseranlage ██████ dem Trinkwasser hinzugefügt wurde. Es wurde kein Täter gefunden.

SCP-XXX-DE sorgt für eine Störung der Reizweiterleitung indem es sich in den Synapsen zwischen den präsynaptischen Endknöpfchen und der Nachbarmembran im synaptischen Spalt festsetzt. Dort stört es die Weiterleitung von Reiz- und Aktionspotenzialen, wodurch ein Taubheitsgefühl im gesamten Körper ausgelöst wird. Die Wirkungsdauer nach Einnahme von SCP-XXX-DE beträgt 4 Stunden, jedoch beinhaltet die Einnahme von SCP-XXX-DE einen anomalen Nebeneffekt, welcher einen unbekannten Stoff von SCP-XXX-DE im Körper nicht abbauen lässt. Dieser Stoff verbleibt an den synaptischen Endknöpfchen, ist aber aufgrund der geringen Menge für die Nervenzellen und den menschlichen Körper nicht wahrnehmbar. Der im Körper verbliebene Stoff wird aktiv, sobald ein unerwartetes Ereignis im Leben seiner Opfer geschieht. Solch ein Ereignis kann der plötzliche Tod eines nahe stehenden Menschen sein, das Kennenlernen einer Person welche das Leben des Subjektes weitgehend beeinflusst oder andere unvorhergesehene Veränderungen im Leben des Betroffenen. Durch die Weiterleitung der Informationen in den Neuronen als Reiz, ist der verbliebene Stoff in der Lage sich zu aktivieren.

Folgend wird SCP-XXX-DE's Effekt oft als die Lebensweise der Trägheit beschrieben und kann mit den Begriffen der „Sorglosigkeit“, „Nachlässigkeit“ und dem „Nichtsmachenwollen“ in Verbindung gebracht werden. Subjekte die von SCP-XXX-DE's Effekt betroffen sind fühlen sich nirgendswo wohl und wollen zu jederzeit woanders sein. Das, was gerade ist, ist immer schlecht und die Lust etwas zu machen bleibt aus. Selbst das Nichtstun ist eine Qual für Subjekte, da dies ebenfalls nicht dem entspricht was sie machen wollen. Sie sind unzufrieden mit ihrem Leben, wissen aber auch nicht, wo es hin soll. Sie finden keinen Ort, an dem sie mit sich und ihrem Leben einverstanden sind. Eine 24 stündige Überwachung eines Subjektes zeigte, dass das Subjekt versuchte vor sich selbst weg zu laufen und sich über alles beschwerte. Laut Subjekt bietet ihm die Welt nicht das, was er sich wünsche, jedoch wusste er auch nicht was er sich wünschen würde. Die Überwachung brachte die Erkenntnis, dass Betroffene letztlich nie wirklich wissen, was sie wünschen. Ebenso enttäuscht sie jeder erfüllte Wunsch, wenn es die Ausnahme eines Wunsches gibt.

Vorfall Münger

Dr. Münger erschien ohne sich zu melden für 2 Wochen nicht mehr zur Arbeit. Das Personal informierte über seine vor kurzem verstorbene Frau. Mehrfache Anrufe und Nachrichten die ihn aufforderten zu antworten schlugen ins Nichts. Aufgrund der Gesetzesregelung der Foundation und die Pflichten welche ihre Mitarbeiter zu bewerkstelligen haben, wurden zwei Agenten zum Herrenhaus von Dr. Münger in ██████, NRW entsandt. Die Agenten fanden Dr. Münger mit einer Dose Schlafpillen in seinem Schlafzimmer auf. Nach Erwecken, 5 Stunden nach Eintreffen der Agenten, wurde Dr. Münger auf gezwungenem Wege zu einer Befragung mit Dr. Wenz in die Foundation gebracht. Das Verhalten von Dr. Münger wurde vom Personal, seit Erwachen, als anders beschrieben. Dr. Münger würde träge und lustlos wirken. Psychologische Gutachten ließen dieses Verhalten auf den Kontakt mit dem Tod seiner vor kurzem verstorbenen Frau schließen. Menschen würden die Lust und Laune am Leben für einen kurzen oder langen Zeitraum verlieren, wenn ein nahestehender Mensch stirbt, das sei normal. Dr. Münger wurde ein Erholungsurlaub von 4 Wochen gewährleistet. Aufgrund der Annahme, Dr. Münger würde möglicherweise eine Überdosis an Schlaftabletten zu sich nehmen, sollte zweimal wöchentlich ein psychologisches Gutachten von Dr. Münger angefertigt werden. Jedes dieser Gutachten erbrachte das selbe Ergebnis wie bereits zuvor. In der 4. Woche sah sich die Foundation gezwungen einzugreifen, da Dr. Münger erstaunlich an Gewicht verloren hatte und sich sein Zustand nur verschlechterte. Dr. Münger erhielt eine medizinische Vollzeitversorgung, nebenbei wurden Untersuchungen auf anomale Einwirkungen durchgeführt, die Dr. Münger im Zeitraum seiner Abwesenheit ausgesetzt hätte sein können. Eine Reihe von Protestanten im Personal meine, es wäre unnötig und unmenschlich ihn auf anomale Einwirkungen zu untersuchen, sein Verhalten sei nur der auftretenden psychischen-Schäden durch den Tod seiner Frau in Verbindung zu bringen. Eine Woche später jedoch, machte sich ein zweiter Fall bemerkbar, welcher Gemeinsamkeiten zum Fall Münger besaß. Trägheit, Faulheit und die Lust auf Nichts, sogar Garnichts und dem Gefühl des überall unwohlsein machte sich in Herrn Lübeck, einem Level 2 Mitarbeiter bemerkbar. Zwar erschien er noch regelmäßig zur Arbeit, jedoch nur um sich dort über seinen Zustand aufzuregen oder sein Unwohlsein zu äußern. Die Foundation sperrte Herrn Lübeck für Testversuche weg und kam zu der Erkenntnis, dass sich sein Zustand der Trägheit ebenfalls verschlimmerte. Forscher gingen von einem neuartigen Virus aus oder Abwandlungen von bestehenden anomalen Vieren, welche im Gelände sichergestellt werden jedoch ausgebrochen sind. Fünfzehn (15) Tage der Quarantäne und Räumung bestimmter Sektoren später, kamen Forscher den Bedingungen für SCP-XXX-DE näher. Es würde sich keineswegs um einen Virus handeln, ebenso wurde keiner der D-Klässler von den Betroffenen Lübeck oder Münger auf noch skurrilster Weise infiziert.

4 Wochen später erschien Dr. Münger erneut i

Ich habe weder Lust etwas zu machen noch Nichts zu machen.

Ich will hier nicht sein! Ich weiß nicht was ich will! Ich will..Keine Ahnung. […] Kann ich mir ein Beruhigungsmittel verschreiben lassen?

Ich freu mich nicht einmal auf Zuhause. Was soll ich da, ich habe keine Lust auf Garnichts.

Schlafen? Nee hab ich echt nicht Lust zu.

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