Rikjards Sandbox
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Mobile Task Force DE11-𝔉 ("Faust")

"Die Feuer brennen!"
"Dir entgeht aber auch nichts!" Irene Falk sprang über ein Auto, welches in purpurnen Flammen stand, während sie mit ihrer Pistole auf das Ziel schoss.
Das Ziel antwortete mit einem Lachen und warf einen Feuerball auf Falk, doch Hassan Marek ergriff sie am Arm und riss sie aus der Flugbahn des Feuerballs. "Wenigstens entgeht mir nicht, wenn ein Feuerball auf einen von uns zufliegt!"
Das Ziel bäumte sich auf, die Flügel weit gespannt, die Arme standen in purpurnen Flammen. "Wer wird wohl zuerst sterben?"
Marek lachte. "Na, du."
Noch bevor der Knall die Ohren des Ziels erreicht hatte, hatten die geweihten Hochgeschwindigkeitsgeschosse sich schon einen Weg durch den Rücken, das Dämonenherz und die rechte Seite des Brustkorbs gebahnt, ehe Saskia Schmied einen schmiedeeisernen Speer durch den linken Brustkorb des Ziels stieß und dadurch das menschliche Herz zerstörte.
Das Ziel fiel vornüber zu Boden, während es in Flammen aufging. Schmied holte einen kleinen Feuerlöscher aus ihrem Rucksack und löschte so viel von der Leiche, wie sie konnte, doch gut die Hälfte des Körper verbrannte.

Auf einem Autodach hinter der Leiche stand Markus Kessel mit einem Hochgeschwindigkeits-Sturmgewehr in der Hand. Er legte seinen Finger an das Funkgerät in seinem Ohr und sagte: "Faust hier. Ziel neutralisiert. Reichsdämon wurde ausgeschaltet."
"Benutzen Sie diesen Namen nicht", erwiderte Hand am anderen Ende der Frequenz.
Kessel schnaubte. "So nennen sich die Dinger, also nenne ich sie auch so."
"Ein Aufräumtrupp ist unterwegs. Stellung halten, etwaige Zeugen in Gewahrsam nehmen, auf weitere Anweisungen warten."
"Verstanden. Faust Out."
Siegmund Klaussen legte Kessel eine Hand auf die Schulter. "Wenn du Hand weiterhin so respektlos behandelst, wird sich das irgendwann rächen."
Kessel lachte kurz. "Vergebt mir, Vater, ich hab' gesündigt."
Siggi schüttelte den Kopf. "Das hier ist kein Beichtstuhl, und Witze über Sünden sind, nun, eine Sünde. Also halt den Mund, Kessel."
Kessel hörte nicht zu, auch sein Lächeln hatte sich verflüchtigt. "Wo ist Xaver?"
Sein Blick zuckte über das ganze Gebiet. "Xaver! Hat einer von euch Xaver gesehen?"
Die Blicke der restlichen Teammitglieder trafen sich kurz, ehe sie sich voneinander abwanden. Saskia schüttelte sanft den Kopf, Marek verbarg das Gesicht in seinen Händen, und Falk starrte Kessel stetig an.
Kessel spürte erneut Siggis Hand auf seiner Schulter. "Markus … Xaver ist seit einer Woche tot. Erinnerst du dich?"
"Nein … nein, wie …" Doch dann tauchten Bilder vor Kessels geistigem Auge auf, eine Rauchsäule, aus der Greifarme kamen … Xaver, dessen stetiges Lächeln plötzlich von einem verwirrten Blick abgelöst wurde, bevor er den Greifarm in seiner Brust stecken sah …
Kessel atmete tief durch. "Ja. Ja, ich weiß es wieder. Xaver ist tot."

Auf dem Rückweg zu Standort-DE8 für die Nachbesprechung saß Kessel bewusst am hintersten Sitz im Bus, abseits vom Rest der Truppe.
"Du warst wie Xena!", hörte er Hassan Marek mit Ehrfurcht in der Stimme sagen.
Irene Falk schnaubte. "Sofern ich mich nicht irre und Xena von Whoopi Goldberg gespielt wurde, dann bin ich ganz offensichtlich nicht wie sie."
"Sei nicht so oberflächlich! Du hast gleich gute Moves drauf, und auch die gleiche Figur wie Xena", sagte Marek lächelnd.
"Und auch die Hautfarbe von Xena, wennn sie sich mit Schuhcreme einschmiert!", fügte Siggi mit einem Grinsen hinzu.
Mareks Lächeln erstarb, ebenso die Ruhe in Falks Augen.
"Habe ich … was Falsches gesagt?", fragte Siggi verwirrt.
Saskia Schmied schüttelte auf dem Fahrersitz den Kopf. "Lieber Herr Pfarrer, Blackface ist seit den Sechzigern nicht. Mehr. Okay."
"Ich weiß! Wirklich! A-aber … aber ich habe das nicht so gemeint, a-aber schau mal, Irene, du bist nun mal eine -"
"Überleg dir genau, welches Wort du jetzt benutzt, Siggi", flüsterte Marek. Falk schüttelte indes den Kopf.
"Leute, lasst es. Wir wissen alle, dass unser lieber Herr Pfarrer in einem primitiven Dorf in den Alpen groß geworden ist und seine Jungfräulichkeit entweder an seine Cousine oder ein Schaf verloren hat. Da darf man keine politische Korrektheit erwarten."
Mit jedem weiteren Wort war die Verwirrung in Siggis Gesicht ein Stückchen weit durch Wut ersetzt worden.
"Ich werde mich nicht durch deine Provokation zu einer Sünde verleiten lassen."
"Um nicht zu sündigen, ist es schon zu spät. Schaf, du erinnerst dich?", erwiderte Falk.
Während die passiv-aggressive Diskussion weiterging, lehnte sich Kessel in seinem Sitz zurück, sah an die Decke des Buses, atmete tief durch … und schloss seine Augen.
Xaver ist tot.
Er musste sich daran erinnern. Immer wieder, sonst konnte er geradezu spüren, wie die Erinnerung langsam in seinem Hinterkopf verschwand, sich versteckte.
Ohne die Augen zu öffnen, griff er in die Tasche, die am Sitz neben dem seinen lag, nahm ein kleines Pillendöschen heraus, entnahm dieser eine Tablette, und schluckte diese.
"Es wird schlimmer, nicht wahr?"
Kessel öffnete die Augen. Marek stand vor ihm, stützte sich an der Rückenlehne des vorderen Sitzes ab, und sah Kessel besorgt an. Weiter vorne hatte Siggi die Hände gefaltet, die Augen geschlossen und flüsterte ein Gebet, während Falk Kopfhörer in den Ohren hatte und den Text eines Katy-Perry-Lieds leise mitsang.
"Es war nur ein kurzer Ausfall", flüsterte Kessel, ohne Marek in die Augen zu sehen. "Kein Grund zur Sorge."
"Waren Sie schon bei einem Neurologen?"
Kessel seufzte. "Ich brauche keinen Neurologen. Die Pillen, die Sie mir besorgt haben, helfen."
"Seien Sie nicht so stur!", flüsterte Marek aufgebracht. "Die Pillen sind nicht zur Langzeitbehandlung gedacht, und schon gar nicht, wenn man nicht die Ursache kennt."
"Es ist wahrscheinlich nur ein Ungleichgewicht in der Gehirnchemie, oder eine vorübergehende Stressreaktion. Das wird wieder."
Marek schüttelte den Kopf. "Wenn es eh nix Schlimmes ist, wieso lassen Sie sich dann nicht untersuchen?"
Einen Moment lang wusste Kessel nicht, wie er antworten sollte. Nach etwa einer Minute entschied er sich dafür, einen Teil der Wahrheit zu sagen: "Wenn die Foundation erfährt, dass ich unter Anfällen von Amnesie leide, lassen die mich nie wieder in eine MTF. Und laut offizieller Militärakte bin ich tot." Er schnaubte. "Wo soll ich dann hin?"
Marek senkte seinen Blick, schüttelte den Kopf. "Und wenn Sie mitten im Einsatz vergessen, gegen was wir hier eigentlich kämpfen?" Er hob seinen Blick, sah Kessel direkt in die Augen. "Was dann?"
"Dann dürfen Sie mir den Gnadenschuss geben, damit ich das Team nicht in Gefahr bringe."
Marek schüttelte erneut den Kopf. "Wenn Sie irgendwann mal darüber reden wollen, wirklich reden, dann kommen Sie zu mir. Aber denken Sie bitte darüber nach, sich untersuchen zu lassen. Wir können Sie nicht ewig decken."
Er wandte sich ab, machte sich auf den Weg zurück zu seinem Sitz. Auf halbem Weg blieb er stehen. "Ihr Leben ist wichtiger als Ihre Karriere, Marku… Kessel. Denken Sie dran." Und mit diesen Worten ließ er sich in seinen Sitz fallen und starrte aus dem Fenster.

"Zusammenfassung: Ziel ausgeschaltet, aber mal wieder kein brauchbares Exemplar des anomalen Herzens gesichert." Der Blick von 'Hand' war starr auf Saskia gerichtet.
"Seien wir fair", fügte Dr. Klanic hinzu, "um ein 097-DE-Exemplar zu neutralisieren, ist es nötig, beide Herzen zu durchstoßen, und dass die Überreste Feuer fangen erschwert die Bergung eines 'brauchbaren' Herzens."
Die Mitglieder der MTF warfen einander unsichere Blicke zu.
Hand nickte. "Da haben Sie Recht, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass Dr. Schmied die ihr zugeteilte Aufgabe nach acht verschiedenen Gelegenheiten noch nicht erfüllt hat."
"Wobei dies auch nur eine sekundäre Aufgabe dieses Teams ist, 'Hand'", erwiderte Klanic, sein Blick stetig auf den Mann neben ihn gerichtet. "Primär geht es um das Neutralisieren von 097-DEs und die Sicherung unbekannter Anomalien. Und auch Sie sollten das nicht vergessen."
'Hand' nickte. "Wie auch immer … bevor ich Sie in den Feierabend entlasse, muss ich Ihnen noch etwas mitteilen. Es geht um die Leitung ihres Teams."
Kessel sah sich hilfesuchend um. Marek starrte unentwegt Hand an, Falk warf Kessel einen fragenden Blick zu, Siggi bekreuzigte sich, und Saskia fuhr sich unentwegt mit ihrer Hand übers Kinn, um ihr Lächeln zu verbergen.
"Keine Sorge, Kessel, Sie bleiben der Leiter dieses Teams", sagte Hand lächelnd. "Aber als Ersatz für den verstorbenen Xaver Blauwild, und zusätzlich als neuer, stellvertretender Teamleiter, wird Ihnen ein Experte für Okkultismus zugeteilt."
Saskia erhob sich zügigst. "Was? Ich bin stellvertretender Leiter dieser Mobile Task Force. Ohne mich wäre diese Truppe nicht-"
"Erklären Sie mir", unterbrach Dr. Klanic, "als stellvertretende Teamleitung, warum in dieser MTF mehr Konflikte brodeln als in der ganzen EU?"
Saskia sah den im Rollstuhl sitzenden Forscher mit offen stehendem Mund an. Man konnte meinen, Sie hätte vergessen, wie man spricht oder auch nur Luft holt.
Kessel räusperte sich. "Wir haben bis jetzt noch jeden Einsatz erfolgreich abgeschlossen, und dabei nur einen einzigen Verlust zu verzeichnen gehabt. Wenn man bedenkt, was die meisten unserer Ziele sind, ist das eine gute Erfolgsquote. Ja, es gibt Konflikte und persönliche Probleme zwischen den Mitgliedern dieses Teams - aber während des Einsatzes sind wir professionell und lassen unser Urteilsvermögen nicht von persön-"
"Ich kann für mich selbst sprechen!", unterbrach Saskia.
"Das sah gerade aber noch ganz anders aus", warf Marek ein, Falk nickte mit einem ihrer seltenen Lächeln im Gesicht.
"Saskia, Ihnen ist bewusst, dass ich Ihnen damit nur helfen wollte?", fragte Kessel.
Saskia schnaubte. "Wenn Sie mir helfen wollen, dann treten Sie zurück, damit ich eine Chance habe mal wieder sowas wie eine Karriere zu haben!"
"Buhu", antwortete Marek trocken, "weil du auch die Einzige bist, die wegen eines Fehlers-"
"Fehler?", brüllte Saskia, "Ich habe nie einen Fehler gemacht, aber-"
"Beruhigt euch", mischte sich nun Siggi ein. "Wir sind alle aus einem Grund in dieser MTF. Die Wege des Herrn sind unergründlich."
"Zweiundzwanzig … Dreiundzwanzig …"
Marek schnaubte. "Können wir ein Plattitüden-Glas für den Pfarrer besorgen? Wenn er für jedes religiöse Geblabber einen Zehner reinwirft, kann sich die Foundation in 'nem Monat 'ne Insel kaufen."
"Neunundzwanzig … Dreissig …"
"Soll er für rassistische Dummheit doch auch was reinwerfen", warf Falk ein. "Dann geht es sich schon in zwei Wochen aus."
"Siebenunddreissig … Achtunddreißig … Neununddreißig … Vierzig …"
Alle Blicke wandten sich nun Dr. Klanic zu, der gemütlich in seinem Rollstuhl zurückgelehnt saß, den Blick fest auf seine Armbanduhr gerichtet, und der scheinbar laut die Sekunden mitzählte.
"Verzeihung, habe ich Sie unterbrochen?", fragte Klanic mit kalter Stimme. "Dann ergreife ich doch gleich diese Gelegenheit."
Er setzte sich gerade auf, strich sein Hemd glatt, und ließ den Blick durch die Runde schweifen.
"Wissen Sie, was Ihr Problem ist? Sie alle denken, dass Sie dieser MTF als Bestrafung zugeteilt wurden. Doktor Saskia Schmid, ehemals Junior-Forscherin, ausgezeichnete Biologin; weil bei der Autopsie von SCP-097-DE-01 dessen 'Dämonenherz' spontan in Flammen aufging, denkt sie, dass sie als Strafe dieser MTF zugeteilt wurde. Hassan Marek, Eindämmungsspezialist, war an der Entwicklung der ersten Sicherheitsmaßnahmen zur Kontrolle von 097-DE beteiligt. Maßnahmen unzureichend, SCPs entkamen, 13 Tote. Denkt, dass er als Strafe dafür hier ist. Irene Falk, Scharfschütze, Nahkampfexperte, ehemals Spion. Denkt, dass Sie wegen Rassismus hier ist, nachdem sie einem weißen Mann, der mit ihr geflirtet hat, die Nase brach. Siegmund Klaussen, Priester, Eindämmungssspezialist, denkt, dass er diesem Team zugeteilt wurde, weil die Foundation von unbewiesenen Anschuldigungen diverser Mitglieder seiner ehemaligen Gemeinde gehört hat."
Totenstille. Alle Mitglieder des Teams warfen einander unsichere Blicke zu. Abgesehen von Saskia hatte noch keiner von ihnen gesagt, warum sie ihrer Meinung nach bei dieser MTF waren. Kessel wusste von all diesen Dingen, er hatte die Personalakten gelesen.
Klanic seufzte. "Hat von ihnen allen noch keiner bedacht, dass Sie dieser MTF zugeteilt wurden, weil wir die Besten brauchen, um mit Dingen wie den sogenannten Reichsdämonen fertigzuwerden?"
Bei der Erwähnung des inoffiziellen Namens zuckte Hand zusammen, während Kessel ein Lächeln übers Gesicht huschte.
Und noch immer … Stille.
"Sie müssen endlich begreifen: Das hier ist keine Strafe", sagte Klanic.
"Aber", fügte Hand hinzu, "Sie alle sind so sehr darauf konzentriert, was Sie nicht alles glauben falsch gemacht zu haben und einenader an die Kehlen zu gehen, dass Sie eine ernsthafte Gefahr für sich und Ihre Teamkameraden darstellen. Und in weiterer Folge für die Foundation."
Saskia setzte sich nun endlich wieder hin, den Blick stetig auf den Boden gerichtet. Alle wirkten beunruhigt - kein Wunder, wusste man doch, was die Foundation mit Bedrohungen machte.
Innerlich lächelte Kessel. Er war überzeugt, dass Hand übertrieben hatte, um seinen Standpunkt klarzumachen. Wenn das Team wirklich so schlecht in den Augen der O4 stünde, wie Hand andeutete, gäbe es diese MTF schon lang nicht mehr.
"Daher", fuhr Hand nach ein paar Minuten der Stille fort, "freuen wir uns, Ihnen Ihren neuen Teamkameraden vorzustellen, der unter anderem für seine Konfliktbewältigung bekannt ist: Ambroszky Stamek."

Durch die Tür trat ein blasser Mann mit roten Haaren und Sommersprossen. Durch sein Hemd war sein leichter Bauch deutlich sichtbar, ebenso aber auch die Muskeln seiner Oberarme. Um seine Schulter trug er eine Umhängetasche, die so aussah, als ob sich darin mindestens 20 Kilo verbargen.
"Toll.", flüsterte Saskia mit kaum hörbarer Stimme, "Der hat das jetzt alles gehört, und wir wissen nix über ihn."
"Keine Sorge, Dr. Schmied.", erwiderte Ambroszky Stamek vom anderen Ende des Raumes, "Ich habe ein ganz verkümmertes Gehör, also müssen Sie sich keine Sorgen machen."
Siggi und Marek glucksten, während Falk den Neuen misstrauisch musterte. Kessel indes stand auf und ging auf den Neuankömmling zu.
"Markus Kessel, Leiter von MTF-DE11. Auch genannt 11-Friedrich. Willkommen im Team." Er hielt Ambroszky seine ausgestreckte Hand hin. "Wir bevorzugen aber 'Faust'."
Ambroszky nickte, ergriff zögerlich Kessels Hand und schüttelte sie dann energisch. "Freut mich, Oberst."
"Kessel reicht, Ambroszky."
"Scheiße."
Alle Blicke richteten sich auf Hand. Dieser hielt einen Finger an das Funkgerät in seinem Ohr.
"Ja. Ja. Verstehe. 11-Friedrich ist hier. Sofort." Er ließ seinen Finger sinken und sah die Gruppe an. "Sofort bereitmachen. Abfahrt in 5 Minuten."
Kessel spürte die fragenden Blicke seiner Kameraden ebenso wie den fragenden Blick von Dr. Klanic, der zwischen Kessel und Hand hin- und herwanderte.
"Was ist denn los, Hand?"
"097-DE." Hand seufzte. "Fünf von ihnen kämpfen gerade in einem 200-Einwohner-Dorf gegen eine unbekannte Entität."
"Anweisung, die Eintität einzufangen?", fragte Marek sofort.
Hand schnaubte. "Das werden Sie nicht schaffen. Als die ursprüngliche Meldung reinkam, waren es noch 8 Reichsdämonen."
Ambroszky Stamek starrte Hand mit offen stehendem Mund an. Kessel ließ ein bellendes Lachen los. "Willkommen in der Faust, Ambrosz!"

Während MTF-DE11-𝔉 sich im Nebenraum vorbereitete, fuhr Dr. Klanic mit seinem Rollstuhl hinter 'Hand' hinterher.
"Warten Sie."
"Tut mir Leid, Klanic, aber ich muss auf meinen Posten", sagte Hand, ohne sich umzudrehen.
"Ich schlitze die Reifen des Einsatzfahrzeugs auf, wenn Sie mir nicht sofort eine Frage beantworten."
Hand blieb schnaubend stehen, schüttelte den Kopf, und drehte sich zu Dr. Klanic um.
"Wenn derlei Dinge an Standort-DE6 üblich sind, wundern mich die vielen Eindämmungsbrüche nicht."
"Wenn in den paar Augenblicken zwischen der ersten Meldung und ihrem 'Briefing' drei Reichsdämoneen gestorben sind, wieso denken Sie dann, dass Ihre MTF überhaupt noch rechtzeitig ankommt, um die Übrigen anzugreifen?"
Hand seufzte. "Weil die ursprüngliche Meldung nicht für Faust reinkam."
Auf Klanics fragenden Blick erklärte er: "Eine andere MTF hat gegen die unbekannnte Entität gekämpft, bevor die 097-DEs aufgetaucht sind."
"Aber wieso wurde 11-Friedrich nicht sofort verständigt?" Klanic gefiel die Sache nicht.
"Weil der unbekannten Entität höhere Priorität zugeordnet war, und darauf gehofft wurde, dass sie von den 097-DEs geschwächt würde. Allerdings wurde die erste MTF aufgerieben, daher schicken wir jetzt Faust rein."
Klanic schüttelte den Kopf. Welcher Entität würde höhere Bedrohung als den Reichsdämonen zugeteilt?
"Welche MTF?"
"Was?", fragte Hand ungeduldig.
"Welche MTF wurde aufgerieben?", fragte Klanic.
Hand schüttelte den Kopf. "Sie wurde auf Verdacht geschickt, es gibt keine Bestätigung. Es könnte sich um ein vollkommen anderes Wesen handeln."
"Welche MTF?", fragte Klanic erneut.
Hand seufzte, schloss die Augen, und antwortete: "17-Ypsilon."
Klanics Blick wurde zu seinen Beinstumpen gezogen. "Wenn das Ding wirklich 092-DE-04 ist -"
"Das wissen wir nicht", warf Hand ein.
"Wenn es wirklich dieses Ding ist", Klanic strich mit seinen Fingerspitzen über die Beinstumpen, "dann wird Ihre MTF heute sterben."



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