Rikjards lustige neue Sandbox
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Objekt Nr.: SCP-XXX-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Eine Instanz von SCP-XXX-DE wird in Gewächshaus D-18 in Standort-DE19 aufbewahrt. Das Gewächshaus ist luftdicht abgeschirmt und nur durch eine Luftschleuse mit integrierter Dekontaminationsdusche erreichbar. Zutritt ist nur mit einem luftdichten, stichfesten Schutzanzug gestattet.

Wenn eine Instanz von SCP-XXX-DE außerhalb von Gewächshaus D-18 entdeckt wird, ist diese durch den Einsatz eines Flammenwerfers zu vernichten und jede Person, die Hautkontakt mit SCP-XXX-DE hatte oder gehabt haben könnte ist für eine Woche unter Quarantäne zu stellen. Zudem sind für die nächsten fünf Tage sämtliche Vermisstenmeldungen in der Umgebung zu untersuchen, um eine Ausbreitung von SCP-XXX-DE zu verhindern.

Beschreibung: SCP-XXX-DE ist eine Pflanze, die äußerlich starke Ähnlichkeit zur Loranthus europaeus1 aufweist und bislang vorwiegend in Seitengassen und Hotels in Brandenburg und Sachsen entdeckt wurde. Wenn ein menschliches Subjekt Hautkontakt zu den Blättern von SCP-XXX-DE hat oder diese zu sich nimmt, geben die Blätter eine grüne, dünnflüssige Substanz ab, die von Haut und Schleimhäuten aborbiert und durch den Blutkreislauf im ganzen Körper verbreitet wird.2

Sobald die Substanz auf diese Weise ein Subjekt infiziert hat, verändert es sowohl die Gehirnchemie des Subjekts als auch - bei männlichen Subjekten - die genetische Zusammensetzung des Ejakulats3 und - bei weiblichen Subjekten - die Zusammensetzung des Scheidensekrets. Dadurch steigert sich zunächst die Libido der Subjekte, weshalb diese versuchen, Geschlechtsverkehr mit möglichst vielen Partnern hintereinander zu iniziieren. Sollte ein erfolgreicher Geschlechtsakt stattfinden, zersetzen das veränderte Ejakulat/Scheidensekret jegliche Art von Präservativen und dringen in den Körper des Sexualpartners ein. Der dortige Effekt der Körperflüsssigkeit hängt von der Genetik des Menschen ab; insbesondere von den Genen MC1R und SLC24A5. Hellhäutige Menschen tragen dadurch keinerlei anomale Effekte davon, während in Menschen anderer Hautfarben innerhalb von drei bis vier Stunden eine Mutation stattfindet, die ein Wachstum von SCP-XXX-DE aus sämtlichen Schleimhäuten auslöst, welches zum Tod führt. Der Tod tritt hierbei entweder durch Erstickung durch das Wachstum von SCP-XXX-DE in den Atemwegen; durch die Wurzeln innerhalb des Körpers, die die Blutbahnen durchtrennen/verstopfen; oder aber durch das Wachstum von SCP-XXX-DE auf den Meningen4 entstehende Schäden im Gehirn, ein.

Sollte das ursprüngliche, von SCP-XXX-DE infizierte Subjekt bei der Mutation noch anwesend sein, zeigt es zwar die üblichen Reaktionen auf den Tod eines Mitmenschen; durch die verstärkte Libido ignoriert es diese aber schnell und macht sich auf die Suche nach einem weiteren Sexualpartner. Diese verstärkte Libido hält zwischen 70 und 90 Stunden an, während der das Subjekt nur wenig schläft, keine Nahrung und nur so viel Flüssigkeit zu sich nimmt, wie unbedingt nötig. Nach dieser Zeit scheint die Substanz vom Körper weit genug abgebaut worden zu sein, damit sich die Gehirnchemie ebenso wie die genetische Zusammensetzung von Ejakulat/Scheidensekret wieder normalisieren. Die Subjekte können sich an alles, was während der vorherigen 70 bis 90 Stunden geschehen ist, erinnern; haben aber keine Erklärung für die gesteigerte Libido oder das Ignorieren des Todes eines Sexualpartners, sollten sie diesen miterlebt haben.

Wenn ein Subjekt, welches von SCP-XXX-DE infiziert wurde, keine willigen Sexualpartner findet, greift es je nach den Möglichkeiten und moralischen Grundsätzen des Subjekts entweder auf Masturbation, Prostitution oder Gewalt zurück. Paraphilien wie Nekrophilie, Zoophilie o.Ä. werden nur von Subjekten in Betracht gezogen, die diese Praktiken schon zuvor regelmäßig praktiziert haben. Wird ein Subjekt für mehr als 20 Stunden von jeglichen sexuellen Tätigkeiten abgehalten, erleidet es unabhängig von seiner Hautfarbe selbst die Mutation, die ansonsten nur bei nicht-hellhäutigen Sexualpartnern beobachtet werden kann.

Versuche an Eichen und anderen Pflanzen haben bestätigt, dass es diese nicht parasitieren kann, was darauf schließen lässt, dass auch jede in der Wildnis und in Stadtgebieten gefundene Instanz von SCP-XXX-DE aus einem verwesenden oder bereits verwesten, menschlichen Körper wächst; zunächst wächst aus nur aus den Schleimhäuten und dringt damit aus den Körperöfffnungen aus, ab einem bislang noch nicht näher bestimmten Verwesungsgrad beginnt es auch, aus der ganzen Haut einer Leiche zu wachsen. Nach etwa 4 bis 10 Tagen ist die Leiche dann so von SCP-XXX-DE überwuchert, dass die Leiche ohne eine Entfernung mehrerer Zweige von SCP-XXX-DE nicht mehr sichtbar ist. Trotz der anomalen Verbreitungsart und Auswirkungen von SCP-XXX-DE benötigt es dennoch regelmäßige Wasserzufuhr und UV-Licht, um nicht abzusterben.

Nachtrag 29.11.20██: Auf Anfrage von Dr. Dremel wurde SCP-XXX-DE mit SCP-023-DE betrachtet. Dadurch wurde entdeckt, dass sich auf jedem einzelnen Blatt von SCP-XXX-DE zwei Schriftzeichen befinden, "4R".

Anhang XXX-DE 7-B:
Dieses Dokument enthält einen Auszug der Online-Korrespondenz zwischen Dr. Dremel und Dr. Klanic bezüglich der Verbindung von SCP-XXX-DE mit der Interessengruppe "Das Vierte Reich".

Es wird festgehalten, dass die von Dr. Klanic in dem Dokument dargebrachten Theorien lediglich unbestätigte Theorien sind, keine Fakten; die aber auf Wunsch von Dr. Dremel hier inkludiert wurden.

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