Geschichte - Ein langweiliger Valentinstag

Ein langweiliger Valentinstag


7. Februar 2015

Hey.
Ich brauche eine Idee für einen Ort, wo zwei Personen hingehen können.

Ist für eine Mission.

Das klingt nach einem romantischen Tête-à-Tête.

( ͡° ͜ʖ ͡° )

Hast Du jetzt eine Idee oder möchtest Du dich nur über mich lustig machen?

Lass mich nachdenken

Wie viel soll es kosten?

An was denkst Du, Phillipp?

Klassisch: Ein Restaurant

Mir wäre draussen lieber.
Ein Park?



Nein, wartet.

Der Zoo!

Das wird lustig!

Ach, sei ruhig, Viktor.


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14. Februar 2015

Stephan Faust ist nervös. Sein Kopf ist gefüllt mit Fragen: Ob sein langes Haar etwas spleisst und ungekämmt wirkt? Ob er die richtige Menge an Parfum aufgetragen hatte? Und ob es wirklich die beste Idee gewesen war, ein Leinenhemd anzuziehen?
Er überprüft die Uhrzeit und anschliessend den elektronischen Brief, die seine Verabredung auf den Vorschlag in den Zoo zu gehen geantwortet hatte. Er seufzt. Alles ist korrekt und etwas Ruhe kehrt in ihn ein.


Wie läuft's?
Wirkst einsam.

Ich bin auch zehn Minuten zu früh.

Ich hoffe, es ist dies und nicht was anderes…

Kopf hoch

Ich glaube ich sehe sie. :^)


Stephan schreckt auf. Dann werden seine Augen hinter der Sonnenbrille gross.
Mit weiten, schwungvollen Schritten kommt ein Frau in 501 Levi's Backjeans und einem karierten Holzfällerhemd auf ihn zu.
„Hallo“, trotz des lässigen Tons, ist Alices Nervosität zu hören. Sie tippt an ihre Schirmmütze, die sie verkehrt auf hat. „Musstest du lange warten?“
„Ah… Nein, überhaupt nicht“, Stephan schaut diskret auf seine Uhr. Sie sind immer noch im Zeitplan, den Stephan akribisch ausgearbeitet hatte.
Alice bietet ihren Arm mit einem schiefen, spitzbübischen Lächeln an. „Wollen wir, mein Herr?“

Es ist keine wirkliche Überraschung, dass am 14. Februar der Eintrittspreis für Pärchen geringer ist. Trotzdem sind noch so viel Person an sich zu sehen.
Das Duo studiert gerade die Broschur mit den Lageplan des Tiergartens.
„Möchtest du zu erst die Orang-Utan und Gorillas im Affenhaus ansehen, Alice?“
„Stephan! Wie kommst du den darauf!“
Alice lacht über den erschrocken-verwirrten Blick von Stephan, und stupst ihn an.
„Du weiss doch, dass ich ihnen gern zu schaue. Ich wollte nur dich etwas auf den Arm nehmen.“
Auf dem Gesicht des Mannes erscheint augenblicklich Erleichterung und sieht sie mit gespielten Vorwurf an, was bei ihr nur noch mehr lachen auslöste.

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Alice fischt ihr Mobiltelefon aus einer Jackentasche, als Stephan nicht hinsah während er Popcorn an einem Essenstand kaufte, und loggte sich in einen Chat ein.


Eeeeeh… Ich bin nervös.

Logisch. Ihr seit wie lange zusammen?

Zwei Jahre?

Es ist nur, dass Stephan immer einen Rückzieher macht, wenn ich was aus uns zwei machen möchte.

Ich dachte, dies wäre nicht möglich.

Du weisst schon:
„Für einander bestimmt”-Quatsch.

In die Richtung halt.

Das Wesen hat offenbar Stephans Schüchternheit unterschätzt. ^~^

Und sie hat nur dafür gesorgt, dass wir uns verlieben, nicht dass wir in einer Beziehung sind. Offenbar ein Anfänger. ;P

Schau: Konzentrieren dich auf euer romantisches Tête-à-tête und Orlanda und ich unterstützen aus dem Hintergrund.


Ich schmeisse mal die Drohne an, die ihr mir vor kurzen geschenkt habt. Die wollte ich eh mal ausprobieren.


Und mach nicht den Witz mit dem Affenhaus, Alice.

Hast du gehört?


Ihr geht in die Richtung. Du hast ihn gemacht…

War seine Idee, Bell.

Und ich konnte ihn (noch) nicht bringen.


„Wem schreibst du?“, Stephan schaut ihr über die Schulter. Alice erschrickt und hastig verschwindet das Mobilgeräte wieder in dem Inneren des Hemdes.
„Nie-Niemand!“ Alice versucht etwas dampf abzulassen, dass sie nicht aufgepasst hatte, in dem sie ihm einige Schläge verteilte, darauf achtend, die wertvolle Wahre nicht zu treffen.
„He! Wenn es nicht schlimm wäre, warum schlägst du mich“, neckt ihr Valentinsschatz sie.
Sie nimmt eine Tüte vom salzigen Knabberzeug und nimmt immer noch schmollend eine Mundvoll.
„MMMH! Sind die gut!“, nuschelte Alice mit aufgerissen Augen. Stephan folget ihrem Beispiel und stimmte nickend zu. „Anomal gut“
„Danke, das freut mich.“, brummt der Verkäufer lächelnd. Er hat sich als eine Mischung von Dummer Augustin und Weisser Clown verkleidet und mit seinen auffallend langen Armen sah er selber wie ein Orang-Utan aus.
Alice sieht ihn lange an. „Sie sehen jemanden den ich kenne ähnlich. Haben Sie einen Bruder?“
Der Narr wurde etwas nervös, was durch den gehetzten Blick ersichtlich ist.
„Sie müssen mich wahrscheinlich verwechseln. Jeeeeeedenfalls solltet ihr bei Cand…“, er räuspert sich, „Bei meiner Kollegin am Süsswahrenstand vorbeischauen.“
Alice kniff kurz die Augen zu, doch entscheidet sich, der Sache nicht nachzugehen.

„Schau mal diesen Vogel an, Ksavis!“, quietschte eine Riesin von Frau. Ihre Haut hatte einen sonderbaren grau Stich. Der Mann, der offenbar Ksavis hiess, versucht seine Begleitung zu beruhigen.

alltag-mit-einer-ausserirdischen
Ksavis
Vax-corCo

Alice macht Stephan auf eine Person auf einer Bank aufmerksam.
„Täusche ich mich oder wirkt diese Frau nicht merkwürdig?“
Stephan sieht in die Richtung, in die Alice zeigt.
„Welche?“, dann ergänzt er, „mir ist eher der Mann …“
Er stutzt. Alice zeigt auf den älteren Mann, den er meinte. Sie bemerkt seinen Blick.
„Ich sehe einen älteren Mann; vielleicht um die 50; mit einer bleichen, leicht ledrigen Haut.“
„Ich eine ältere Frau; eindeutig Ende 50; mit einer dunklen Haut.“
Die zwei sehen sich an und seufzen.

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