SCP-XXX-DE Sonicast

Objekt-Nr.: SCP-115-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-115-DE ist in einer Standardzelle für menschliche Anomalien im Standort-DE38 in Sektor A4 unterzubringen. Es ist mit drei ausreichenden Mahlzeiten pro Tag zu versorgen. Den Mitarbeitern ist es gestattet, sich mit SCP-115-DE zu unterhalten, es ist jedoch aufgrund der Ansichten empfohlen, dass kinderlose Mitarbeiter die Unterhaltung mit ihm führen. Dabei ist SCP-115-DE bei Bedarf eine Teekanne, Kuchen bzw. benötigte Zutaten und Besteck wenn vorhanden gestattet.

Falls mehrere Mitarbeiter ein Unwohlsein bei seiner Anwesenheit empfinden, so ist SCP-115-DE schnellstmöglich zu einem speziell errichteten Gebäude1 (Kennung: D38-453) mit den Maßen 10 m x 10 m x 5 m zu bringen. Dieses Gebäude befindet sich 2 km vom Standort entfernt und darf bei SCP-115-DEs Anwesenheit nicht betreten werden, zudem ist das Gebiet im Umkreis von 1 km zu überwachen, Luftübungen seitens des Militärs sind währenddessen untersagt und es darf von keinem Zivilisten betreten werden. Das Letztere ist mit allen Mitteln durchzusetzen. Bei einem Ausbruch haben spezialisierte Reaktionskräfte es wieder einzufangen und zurückzubringen. Es ist zu beachten, dass sich zu diesem Zeitpunkt keine Person SCP-115-DE weiter als 5 m nähern darf. Nach einem Monat geht keine Gefahr mehr von SCP-115-DE aus und das Gebäude kann betreten und SCP-115-DE zurück in Standort-DE38 gebracht werden.

SCP-115-DE-1 ist in einem Schließfach aufzubewahren und muss SCP-115-DE alle 5 Tage für 2 Stunden gegeben werden. Wenn es sich in der Hand von SCP-115-DE befindet, ist jeglicher Kontakt mit SCP-115-DE-1 zu vermeiden.

Beschreibung: SCP-115-DE ist eine 1,98 m große und 75 kg schwere Frau mit schwarzen Haaren und einem biologischen Alter um die 30 Jahre. Es trägt ein weites, langes, schwarzes Kleid mit weißen Volant-Spitzen, die einer Hausmagdkleidung ähnelt. SCP-115-DE-1 beschreibt ein 1,14 m langes, einseitig geschliffenes Schwert mit einer 95 cm langen und 30 cm breiten Klinge.

SCP-115-DE hat ein ruhiges und freundliches Gemüt. Es unterhält sich gerne mit Mitarbeitern, bevorzugt bei einer Tasse Tee oder Kaffee. Oft wählt SCP-115-DE als Gesprächsthema die Erziehung der Kinder oder, falls die Mitarbeiter Kinder besitzen, fragt über das Kind des Gegenübers nach. Laut Berichten hilft das Gespräch in manchen Fällen dem Elternteil, die Sicht seines Kindes zu verstehen, doch meist besitzt es eine stark um das Kind zentrierte Meinung und verteidigt das Verhalten des Kindes, selbst wenn das Verhalten fragwürdig ist.

Mit Kindern unter 10 Jahren verhält sich SCP-115-DE sehr mütterlich und beschützend und gewinnt schnell ihr Vertrauen. Laut Aussagen der Kinder fühlen sie sich bei ihm "sehr geborgen" und beschreiben ihn als eine "zweite Mutter". Oft spielt SCP-115-DE mit ihnen oder erzählt ihnen Geschichten2.

SCP-115-DE-1s Klinge besteht aus Stahl und der Griff ist mit schwarzem Leder gebunden. Wenn es sich nicht in der Hand von SCP-115-DE befindet, stellt es keine Bedrohungen dar und verhält sich wie eine normales Schwert, das aber nicht zerstört oder verbogen werden kann. Ansonsten endet jede Berührung mit SCP-115-DE-1 durch multipe Organversagen innerhalb von 15 Sekunden tödlich. Bei Objekten zerschmettert SCP-115-DE-1 diese in Einzelteile nur wenn es von SCP-115-DE beabsichtigt wurde.

Wenn sich im Umkreis von 1 km ein Kind von einem Subjekt oder Objekt bedroht fühlt oder verletzt wird, rennt SCP-115-DE zu ihm und stellt sich beschützend zwischen das Kind und das Subjekt bzw. Objekt. Falls sich Hindernisse auf dem Weg befinden, schlägt SCP-115-DE mit SCP-115-DE-1 auf das Hindernis ein3. Durch den Schlag zerbricht das Hindernis so in Einzelstücke, dass ein Durchgang entsteht und SCP-115-DE passieren kann. Es konnte kein Material gefunden werden, das SCP-115-DE-1 widerstehen konnte, jedoch erwiesen sich druckfeste Materialien sowie verformungsfeste Metalle als die resistentesten Materialen, für deren Zerstörung SCP-115-DE-1 am längsten braucht4. Wenn das Subjekt weiterhin versucht, das Kind zu verletzen, schlägt SCP-115-DE es mit SCP-115-DE-1, wodurch der Körper des Subjektes, angefangen an der getroffenen Stelle, wie von unsichtbarer Hand aufgerissen wird, bis nichts mehr von der ursprünglichen Form übrig bleibt und dadurch stirbt. Meist fühlt sich das Subjekt jedoch verängstigt und lässt das Kind in Ruhe. Bei gefahrlosen Objekten erklärt SCP-115-DE dem Kind, dass das Objekt nichts gefährliches ist. Bei gefährlichen Objekten, die das Kind physisch oder psychisch verletzen zu drohen, versucht SCP-115-DE, die Gefahr zu verhindern oder mit dem Kind zu fliehen. Falls keine der beiden Aktionen das Verletzen des Kindes verhindern kann, zerstört SCP-115-DE das Objekt mit SCP-115-DE-1. Falls SCP-115-DE nicht in der Lage war, das Leben des Kindes zu retten, vergisst es den Vorfall und das Kind und kann nicht mehr daran erinnert werden. Lügendetektoren schließen ein Verdrängen aus.

SCP-115-DE ist in der Lage, Wunden innerhalb Minuten zu regenerieren. Am effektivsten erweisen sich dennoch Schüsse auf SCP-115-DE, um es für mehrere Minuten zum Stehen zu zwingen. Jedoch ist SCP-115-DE nach der Regenerierung für wenige Minuten unverwundbar und greift den Schießenden mit SCP-115-DE-1 an, sofern weitere Angriffsversuche gestartet werden. Dies verläuft oft tödlich für den Aggressor. Bei Nachuntersuchungen können keine Patronen in SCP-115-DE über Röntgenbilder gesichtet werden, wodurch vermutet wird, dass Schusspatronen zuerst im Körper zersetzt werden, bevor die Wunde geheilt wird. Trotz alldem spürt es Schmerzen auf eine ähnliche Weise wie Menschen und verhält sich bei Verletzungen genauso.

Wenn SCP-115-DE-1 von SCP-115-DE getrennt wird, zeigt SCP-115-DE nach 5 Tagen eine starke Erkrankung mit starker Müdigkeit. Dies kann rückgängig gemacht werden, indem ihm SCP-115-DE-1 für mindestens zwei Stunden gegeben wird.

Interessanterweise sind sich alle Subjekte der Gefahr bewusst, dass ein Schnitt von SCP-115-DE-1 tödlich ist, auch wenn sie nichts von SCP-115-DE oder SCP-115-DE-1 wissen. Dies führt häufig dazu, dass SCP-115-DE überschätzt wird und es das Kind beschützen kann, obwohl eigentlich das Subjekt in einem Kampf gewinnen sollte. Dennoch ist SCP-115-DE bis jetzt in jedem Kampf siegreich gewesen, was daran lag, dass die Foundation SCP-115-DE keinen ernsthaften Gefahren ausgesetzt hatte.

Entdeckung: Am ██.██.197█ wurde in █████ in Baden-Württemberg ein Mordfall untersucht, wo [ZENSIERT] Körper zur Unverkennbarkeit aufgerissen wurde. Seine Tochter wurde als vermisst erklärt und vom Agenten Seiler, der getarnt als Polizist arbeitete, gesucht. Nach 2 Wochen wurden Sichtungen von ihr in einem Nachbarsdorf gemeldet, wo es dann von Agenten Seiler in einer Kapelle mit SCP-115-DE gefunden wurde. Durch die Angst des Kindes stellte sich SCP-115-DE beschützend vor es auf und richtete SCP-115-DE-1 auf ihn, der es als einen Angriff misinterpretierte und auf SCP-115-DE schoß. Auch wenn SCP-115-DE sich schnell von den Schüssen erholte, erschrak das Mädchen noch mehr, weshalb SCP-115-DE den Agenten angriff. Als er den Schlag von SCP-115-DE-1 auswich, bildete sich auf den Boden eine 30 cm breite Spalte zwischen ihn und SCP-115-DE. Nach einer darauffolgenden mündlichen Kommunikation beruhigte SCP-115-DE das Kind, welches später in ein Heim gebracht wurde. SCP-115-DE wurde danach in Standort-DE██ gebracht.

Interview 115-DE-04:

Befragung durchgeführt von: Dr. Chauvin
Befragter: SCP-115-DE
Datum: ██.██.197█

[LOG START]

Dr. Chauvin: Hallo, SCP-115-DE.

SCP-115-DE: SCP-115-DE? Meinen Sie etwa mich?

Dr. Chauvin: Ja.

SCP-115-DE: Ihr könnt mich auch Abeona5 nennen. Der Name passt mir.

Dr. Chauvin: Es ist eine Sache der Formalität hier.

SCP-115-DE: Ach so. Wenn das so ist. Wie heißen Sie denn?

Dr. Chauvin: Ich bin Dr. Chauvin.

SCP-115-DE: Schön Sie kennenzulernen, Dr. Chauvin.

Dr. Chauvin: Ich wollte einige Fragen stellen bezüglich Ihrer Herkunft.

SCP-115-DE: Wo ich herkomme? Gute Frage. Ich war schon so viele Jahre unterwegs, ich kann mich nicht mal mehr erinnern, woher ich stamme.

Dr. Chauvin: Wie viele Jahre und wo waren Sie denn unterwegs?

SCP-115-DE überlegt kurz

SCP-115-DE: Ich weiß es nicht. Soweit ich mich erinnere, bin ich schon immer dabei gewesen, die Kinder vor den Gefahren dieser Welt zu beschützen.

Dr. Chauvin: Warum ist das Ihre Motivation?

SCP-115-DE: Wie meinen Sie das?

Dr. Chauvin: Warum beschützen Sie die Kinder?

SCP-115-DE: Warum sollte ich es nicht tun?

Dr. Chauvin: Nächste Frage. Woher haben Sie ihr Schwert? Warum besitzt es diese Fähigkeiten?

SCP-115-DE: Ich hatte es immer bei mir gehabt. Wissen Sie, auch wenn ich mich gerne als eine "Schutzgöttin" der Kinder sehe, so ist es leider nicht unbedingt meine eigentliche Aufgabe.

Dr. Chauvin: Erläutern Sie es bitte.

SCP-115-DE: Sie haben doch keine Kinder, oder?

Dr. Chauvin: Richtig. Bitte wechseln Sie nicht das Thema und beantworten Sie meine vorherige Frage.

SCP-115-DE: seufzt Ich versuche es, aber erwarten Sie nicht, dass Sie es verstehen werden. Es gibt drei Repräsentanten dieser Welt: Wissen, Erschaffen und Zerstörung. Ich repräsentiere wegen meiner Fähigkeiten das Letztere.

Dr. Chauvin: Wieso drei Repräsentanten? Im welchen Zusammenhang reden Sie?

SCP-115-DE: Das meinte ich. Sie würden es nicht verstehen.

Dr. Chauvin: Versuchen Sie es bitte.

SCP-115-DE überlegt lange

SCP-115-DE: Wenn etwas erschaffen werden kann, so muss es doch zerstört werden können. Es ist wie eine Art, wie heißt es nochmal… Ying und Yang, genau, die gegensätzlich sind und sich deshalb ergänzen. Sie selber wissen doch, welch gefährliche Wesen es gibt, die den armen Kindern was antun würden. Ich sorge dafür, dass… nein, eigentlich mache ich es aus eigenen Willen. Ich… zerstöre halt.

Dr. Chauvin: Kennen Sie die anderen zwei Repräsentanten?

SCP-115-DE: Ja.

Dr. Chauvin: Wer sind sie?

SCP-115-DE: Da darf ich Ihnen leider diese Frage nicht beantworten.

Dr. Chauvin: Wieso sind gerade Sie der Repräsentant der Zerstörung?

SCP-115-DE: Es geht nicht darum, wer am meisten Zerstörungskraft besitzt oder wer am meisten töten kann, sondern darum, durch wen alles kam. Verstehen Sie mich nicht falsch, aber das in dieser Welt Dinge zerstört werden können, liegt sozusagen an meiner Existenz.

Dr. Chauvin: Danke für Ihre Antworten.

[LOG ENDE]




Interview 115-DE-██:

Befragung durchgeführt von: Dr. Chauvin
Befragter: SCP-115-DE
Datum: ██.10.199█
Anmerkung: Mitarbeiter beschreiben seit zwei Tagen ein "mulmiges" Gefühl, wenn sie ein Gespräch mit SCP-115-DE sprechen oder in seiner Nähe befinden. Es wurde daraufhin befragt.

[LOG START]

Dr. Chauvin: Guten Abend SCP-115-DE.

SCP-115-DE: Guten Abend, Dr. Chauvin. Wie geht es Ihnen?

Dr. Chauvin: Ganz gut, danke der Nachfrage. In letzter Zeit berichten Mitarbeiter, dass sie sich nicht wohl fühlen, wenn sie sich in Ihrer Nähe befinden. Können Sie es erklären?

SCP-115-DE: Ach, jetzt schon? Es tut mir sehr leid für diese Unannehmlichkeit. Können Sie sich daran erinnern, wie ich erzählt habe, dass ich die Zerstörung representiere?

Dr. Chauvin: Ja. Es ist schon sehr lange her.

SCP-115-DE: Unter bestimmten Voraussetzungen steigt meine Zerstörungskraft und es kann so weit gehen, dass alles im Umkreis von mir stirbt oder auseinanderfällt. Ich würde Sie deshalb darum bitten, dass ihr mich für einige Tage frei lasst, damit ich möglichst wenig Schaden antue.

Dr. Chauvin: Das kann ich unmöglich zulassen. Wir können Sie während dieser Zeit isolieren, sodass niemand durch Sie ihr Leben verliert.

SCP-115-DE: Nein, bitte. Sie kriegen es nicht hin.

Dr. Chauvin: Die Foundation bergt weitaus gefährlichere Objekte und Wesen.

SCP-115-DE: Es geht nicht nur darum. Ich muss präsent sein, an einem bestimmten Ort!

Dr. Chauvin: Was sind die Voraussetzungen, damit Ihre Zerstörungskraft steigt?

SCP-115-DE: überlegt kurz Sagen wir vereinfacht, es passiert ungefähr alle 100 Jahre.

Dr. Chauvin: Was meinen Sie für einen Ort?

SCP-115-DE: Das darf ich Ihnen nicht verraten.

Dr. Chauvin: Warum müssen Sie da anwesend sein?

SCP-115-DE: Ich bin eine Repräsentantin. Ich muss anwesend sein.

Dr. Chauvin: Wenn Sie nichts erzählen, so werden wir Sie weiterhin festhalten.

SCP-115-DE: So macht ihr es nur schlimmer. Es hat durchaus einen Grund, warum ich für diese Aufgabe bestimmt bin.

Dr. Chauvin: Laut Ihrer Anweisung werden wir also allen Mitarbeitern verbieten, mit Ihnen im selben Raum zu sein. Wird das ausreichen?

SCP-115-DE: seufzt Für das erste schon.

[LOG ENDE]



Anhang 115-DE-0█: Am ██.10.199█ wurden starke Schäden an den Wänden rund um den Räumen von SCP-115-DE festgestellt, die den Raum zum Einsturz bringen konnte. Als SCP-115-DE verlegt wurde, konnte sich kein Personal ihm näher als 5 m nähern, ohne an Organvesagen innerhalb von 30 s zu sterben. Jedes Personal beschrieb ein Gefühl von "Todesangst bei seinem Anblick". SCP-115-DE konnte wegen seiner Kooperationsbereitschaft verlegt werden, schwächte jedoch die Grundstruktur der Räume und zerstörte empfindliche Geräte, an denen es vorbeikam.



Anhang 115-DE-0█: Am ██.██.199█ ist SCP-115-DE ausgebrochen, worauf die MTF DE6-𝔇 "Das Aufgebot" es einzudämmen versuchte. Nach ██ Stunden konnte SCP-115-DE wieder eingedämmt werden (Details siehe [ZENSIERT]).


Nachtrag am ██.██.199█: SCP-115-DEs Aufenthalt konnte gefahrlos in Standort-DE38 verlegt werden, da SCP-115-DE wieder in den Normalzustand übergegangen war. Standort-DE██ wurde auf Entfernungsgründen zu [ZENSIERT] als Ort aufgegeben.

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