Dr. Windes Sandkasten der Kreativität
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Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-XXX-DE-A muss in einer hermetisch abschließbaren Isolierzelle mit den Maßen 4 x 4 x 2 m festgehalten werden. Die Zelle ist mit einer Luftschleuse ausgestattet und mit 5 cm dicken Stahl ausgekleidet. SCP-XXX-DE-A muss rund um die Uhr per Videokamera überwacht werden. Der Stickstoff der Atmosphäre innerhalb der Zelle und der nahen Umgebung muss immer unter 77,5 Vol-% betragen, der Sauerstoff unter 20,3 Vol-% und das Argon unter 0,5 Vol-%. Dies wird durch ein spezielles Luftfiltersystem bewerkstelligt, das die Spurengase der Atmosphäre auf einem hochprozentigen Niveau hält. Weiterhin sind die Zelle und die angrenzenden Räume für den Notfall mit automatischen Flammenwerfern bestückt, falls SCP-XXX-DE-A versucht einen Eindämmungsbruch zu begehen. Diese üben jedoch nur solch eine Hitze aus, sodass SCP-XXX-DE-A nur einen geringen körperlichen Schaden erleidet, aber heiß genug, um dem Objekt so viel Schmerzen zu bereiten, damit das Sicherheitspersonal es wieder gefangen nehmen und eindämmen kann. Die Zelle wird jede Woche regelmäßig während der Waschung von SCP-XXX-DE-A gesäubert.

Das Objekt muss mit einem enganliegenden, reißfesten und luftundurchlässigen Ganzkörperanzug bekleidet sein. Die Sauerstoffzufuhr entsteht durch einen innen und außen gepanzerten Sauerstofftank im Nebenraum, der durch einen acht (8) m langen reißfesten Gummischlauch, der durch eine luftdichte Öffnung in der Wand der Zelle läuft, mit dem Ganzkörperanzug verbunden ist. Am Kopf des Anzugs ist ein mit einem elektronischen Schloss versehener Schlitz, der nur für die Nahrungsaufnahme aufgeschlossen wird sowie bruchfestes durchsichtiges Glas im Augenbereich. Ein ebensolcher Schlitz ist auch an der Hüfte für Ausscheidungen angebracht sowie am Rücken zum Ausziehen des Anzugs. Alle drei (3) Tage muss SCP-XXX-DE-A mit einem aerosolen Schlafmittel über den Sauerstofftank narkotisiert, von seinem Anzug befreit und ganz-körperlich gewaschen werden. Während der Zeit außerhalb seiner Zelle müssen SCP-XXX-DE-As Hände am Rücken mit Handschellen verbunden werden.

Jegliches Personal, das wegen Tests die Zelle betritt oder allgemein sich im gleichen Raum wie SCP-XXX-DE-A befindet, muss einen gepanzerten, luftundurchlässigen und feuerfesten Ganzkörperanzug tragen, der mit einem Sauerstoffkanister ausgestattet ist. Mindestens vier (4) Sicherheitsbeamte müssen beim Narkotisieren oder bei Tests für die Sicherheit sorgen. Alle müssen mindestens eine Kampfkunst meisterhaft beherrschen und mindestens zehn (10) Jahre an Berufserfahrung besitzen. Innerhalb von 30 m in der Umgebung der Isolierzelle sind weder Schusswaffen, noch Stich- und Schneidwerkzeuge erlaubt. Nur Schlagstöcke sind als Waffen genehmigt. Falls es SCP-XXX-DE-A gelingt, seiner Eindämmung zu entkommen, wird die MTF-Einheit DE17-𝔑 (17-Norbert, „Fahrenheit”) zu Hilfe gerufen, um es mit Flammenwaffen wieder in Gewahrsam zu nehmen, sodass es wieder eingedämmt werden kann. Während der Gefangennahme ist ein Abstand von mindestens 2,1 km einzuhalten.

Anmerkung: Diese Sicherheitsmaßnahmen wurden zwar schon vorbereitet, jedoch noch nicht in Kraft gesetzt, da SCP-XXX-DE-A noch nicht eingedämmt wurde. Sie wurden mit Hilfe des Objekts auf der Basis des Zusammenarbeitsvertrags verfasst, falls eine Situation aufkommt, in der SCP-XXX-DE-A die Kontrolle über sich selbst verliert. Für das Objekt ist das also nur ein Notfallplan. Da wir also dem Vertrag zugestimmt haben, werden diese Maßnahmen vorerst noch nicht ausgeführt. — O4-9

Die Suche nach SCP-XXX-DE-B ist bis jetzt noch erfolglos verlaufen. Die MTF-Einheit-DE4-𝔎 wurde für diese Operation zu Hilfe gerufen, um die sichere Eindämmung des Objekts zu gewährleisten. Untersuchungen werden die klaren Eigenschaften von SCP-XXX-DE-B aufdecken, sodass die Sicherheitsmaßnahmen aktualisiert werden können. Bis dahin sind die selben Maßnahmen zu treffen wie bei SCP-XXX-DE-A.

Beschreibung: SCP-XXX-DE ist die Zusammenfassung von SCP-XXX-DE-A und SCP-XXX-DE-B. SCP-XXX-DE-A hat die Erscheinung eines etwa 30-jährigen weißhäutigen Mannes mit kurzen blonden Haaren und blauen Augen. Es ist etwa 1,85 m groß und hatte bei der letzten Wägung am ██.██.201█ ein Gewicht von 90 kg. Sein Körper ist durchtrainiert und mit verschiedenen Narben überzogen.

Diese sind:

  • zwei (2) Narben durch Schussverletzungen an der rechten Schulter bzw. am linken Oberschenkel
  • sechs (6) Narben durch scharfe und spitze Objekte wie z.B. Messer; jeweils zwei (2) im Gesicht, zwei (2) am Bauch und zwei (2) über der linken Brust
  • Narbengewebe durch Schrapnell und Hitze einer Granate an der linken Lende
  • eine Narbe am rechten Unterarm, die anscheinend von der Klaue einer Großkatze stammt; Untersuchungen zufolge höchstwahrscheinlich der eines Jaguars.

Verschiedenen Dokumenten und Fotografien aus den Jahren 18██ bis 19██ (siehe Objektakte XXX-DE) zufolge scheint SCP-XXX-DE-A ein Alter von 1██ Jahren zu haben. Untersuchungen der Zellen des Objekts haben ergeben, dass ihre Teilungsphase die Ablaufzeit eines 30-jährigen beträgt. Wieso sich die Zellteilungsgeschwindigkeit des Objekts ab diesem Stadium nicht weiter verkürzt hat und damit seine Alterung nicht weiter fortschreitet, konnte bis jetzt noch nicht erklärt werden. Bei weiteren Untersuchungen der Zellen des Objekts wurden neben menschlicher DNS auch fremdartige Biomoleküle entdeckt, die anscheinend ebenso Träger von Erbinformationen sind. Der Aufbau ähnelt stark einer Nukleinsäure, deren Nukleotide jedoch statt den organischen Basen A, T, G und C unbekannte basische Verbindungen aufweisen. Deren genauen Eigenschaften und Einfluss auf den Körper konnten noch nicht ergründet werden. Ob SCP-XXX-DE diese Biomoleküle seit seiner Geburt besaß oder erst danach durch anomalen Einfluss erlangte, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Es wird angenommen, dass SCP-XXX-DE-As fremdartige Biomoleküle von mindestens einen Vorfahren vererbt wurden.

SCP-XXX-DE-A ist der inoffizielle Kommandeur der Division Schnelle Kräfte (DSK) der Bundeswehr. Der öffentlich anerkannte Kommandeur der DSK, Generalmajor Stefan Tiberius, arbeitet von dem Objekt ausgewählt als dessen Sprachrohr und Stellvertreter in der Öffentlichkeit, hat jedoch selbst keine anomalen Eigenschaften. Neben seiner Tätigkeit in der DSK ist SCP-XXX-DE-A der Kommandant des Spezialregiments für Abnormale Erscheinungen (SRAE), ein geheimer, inoffizieller Verband der Bundeswehr, der sich mit der Suche, Beschaffung, Erforschung und Eindämmung anomaler Objekte im Inland und Ausland beschäftigt. Die Existenz von SCP-XXX-DE-A und des SRAE ist mehreren dutzend hochrangigen Offizieren der Bundeswehr, verschiedenen Regierungs- und Parlamentsmitgliedern Deutschlands und Österreichs sowie CEOs von mehreren Großkonzernen bekannt, jedoch nicht immer die anomalen Eigenschaften von SCP-XXX-DE-A.

SCP-XXX-DE-A hat hohe Erfahrung mit verschiedenen Schusswaffen sowie im Messerkampf und allgemeinen CQC. Weiterhin steht das Objekt in Karate auf der Stufe des 8. Dan, in Ju-Jutsu auf der des 9. Dan sowie in Taekwondo auf der des 3. Dan. Das Objekt spricht neben Deutsch die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch (mit einem argentinischem Dialekt), Russisch, und gebrochen Mandarin. Anhand von Intelligenztests wurde ein IQ von 127 festgestellt.

SCP-XXX-DE-A hat die anomale Fähigkeit, Atmosphärengase zu manipulieren. Dabei werden die Atmosphärengase als eine Art Erweiterung von SCP-XXX-DE-As Körper behandelt, welche die Funktion eines Tast- und Bewegungswerkzeugs haben. Der Effekt von SCP-XXX-DE-A ist dabei nur möglich, wenn ein Minimum von 2 mm² von der Haut des Objekts den Atmosphärengasen ausgesetzt ist. Weiterhin müssen die Atmosphärengase mindestens Volumenprozente von 77,5 an Stickstoff, 20,3 an Sauerstoff und 0,5 an Argon enthalten. Die Volumenprozente der Spurengase haben keine Einwirkung auf die Manipulation der Atmosphärengase, solange durch sie das Mindestmaß der Hauptbestandteile nicht unterschritten wird. Es gibt keine Belege, die eine Verbindung zwischen SCP-XXX-DE-A und SCP-110-DE vermuten lassen könnten.

SCP-XXX-DE-B scheint ein humanoides Wesen zu sein, welches äußere Ähnlichkeit mit SCP-XXX-DE-A haben soll. Es besitzt geistbeeinflussende Effekte, die es dazu nutzt, menschlichen Subjekten eine starke emotionale Zuneigung gegenüber dem Objekt aufzuzwingen. Auf welche Art dies vonstatten geht, ist derzeit unbekannt. Weiterhin konnte auch noch nicht herausgefunden werden, welches Ausmaß diese Effekte haben und ob sie auch an nichtmenschliche Subjekte angewand werden können. Außerdem werden ähnliche anomale Fähigkeiten wie SCP-XXX-DE-A vermutet. Da das letzte Zeugnis über SCP-XXX-DE-B über 1██ Jahre her ist (siehe Objektakte-XXX-DE), kann der derzeitige Aufenthaltsort des Objekts nicht mehr nachvollzogen werden. Es wäre sogar möglich, dass SCP-XXX-DE-B schon verstorben ist, jedoch kann dies nicht mit Bestimmtheit nachgewiesen werden.

Anhang-XXX-DE-1: Die erste Begegnung mit SCP-XXX-DE-A fand am ██.██.20██ im Standort-DE17 statt. Eine Woche zuvor kam ein Anruf an Dr. Liebert an, dem Stellvertreter von O4-9, bei dem sich der Anrufer als Brigadegeneral Hubert Plaidt vorstellte, dem Stellvertreter von Generalmajor Stefan Tiberius, dem Kommandeur der DSK der Bundeswehr. Darin erklärte Plaidt, dass Generalmajor Tiberius ein persönliches Gespräch mit dessen Vorgesetzten wünsche1. Der Anlass sei die Zusammenarbeit der Foundation mit der Bundeswehr, welche Tiberius gerne ausbauen möchte. Daraufhin wurde ein Termin für die folgende Woche ausgemacht, welches in dem Büro von O4-9 abgehalten werden sollte. Tiberius erschien daraufhin pünktlich mit einem Aktenkoffer und einem Geleit von sechs (6) Soldaten, darunter auch SCP-XXX-DE-A, in Standort-DE17. Die Gäste wurden daraufhin von Dr. Liebert zum Büro von O4-9 geführt. Das folgende Videoprotokoll beschreibt die Geschehnisse aus der Sicht der Überwachungskamera innerhalb des Büros von O4-9.


Als SCP-XXX-DE-A und sein Geleit den Standort verließ, wurde der zurückgelassene Vertrag beim einberufenen O4-Rat bessprochen. Nach Stunden beschloss der Rat mehrheitlich, mehrere Veränderungen am Vertrag durchzuführen und den Treffpunkt festzulegen, an dem der Vertrag beschlossen werden soll. Der O5-Rat wurde daraufhin kontaktiert, um die Situation zu besprechen. Letztendlich wurde die Erlaubnis gegeben, die Partnerschaft einzugehen. Am ██.██.20██ in ███████ wurde die Partnerschaft zwischen der SCP Foundation und dem SRAE eingegangen.

Anhang-XXX-DE-2: Bei der Inspektion von Stützpunkt ██████████ des SRAE am ██.██.201█ wurde Doktor Grimm die Erlaubnis erteilt, das „Archiv für Abnormale Erscheinungen” zu betreten und die dortigen Akten zu studieren. Auf diesen basierend schrieb er eigene Aufsätze über Anomale Objekte, die das SRAE berherbergt, darunter auch SCP-XXX-DE-A.

Siehe dazu Objektakte-XXX-DE.

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