Dr. Windes Sandkasten der Kreativität
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Objekt-Nr.: SKP-156

Einstufung: Unsicher Sicher

Nutzung: Kommandierung der Wehrmacht; Quelle von Ageramatika (siehe Anhang-156-1)


Sicherheitsvorschriften:

Achtung! Diese Sicherheitsvorschriften sind bloß archivierte Informationen und nur mit einstimmiger Genehmigung des K5-Rats wieder durchzuführen. Jegliche Versuche, SKP-156 ohne Genehmigung einzudämmen oder gefangenzunehmen, werden als Hochverrat betrachtet.

Revision 15-9

SKP-156 muss in einer hermetisch abschließbaren Isolierzelle mit den Maßen 4 x 4 x 2 m festgehalten werden. Die Zelle ist mit einer Luftschleuse ausgestattet und mit 5 cm dicken Stahl ausgekleidet. SKP-156 muss rund um die Uhr per Videokamera überwacht werden. Der Stickstoff der Atmosphäre innerhalb der Zelle und der nahen Umgebung muss immer unter 77,5 Vol-% betragen, der Sauerstoff unter 20,3 Vol-% und das Argon unter 0,5 Vol-%. Dies wird durch ein spezielles Luftfiltersystem bewerkstelligt, das die Spurengase der Atmosphäre auf einem hochprozentigen Niveau hält. Falls die Hauptkomponenten der Atmosphäre das sichere Niveau überschreiten, wird ein stiller Alarm an das zuständige Sicherheits- und Eindämmungspersonal übermittelt. Weiterhin sind die Zelle und die angrenzenden Räume für den Notfall mit automatischen Flammenwerfern bestückt, falls SKP-156 versucht einen Eindämmungsbruch zu begehen. Diese üben jedoch nur solch eine Hitze aus, sodaß SKP-156 nur einen geringen körperlichen Schaden erleidet, aber heiß genug, um dem Objekt so viel Schmerzen zu bereiten, damit das Sicherheitspersonal es wieder gefangen nehmen und eindämmen kann. Die Zelle wird jede Woche regelmäßig während der Waschung von SKP-156 gesäubert.

Das Objekt muss mit einem enganliegenden, reißfesten und luftundurchlässigen Ganzkörperanzug bekleidet sein. Die Sauerstoffzufuhr entsteht durch einen innen und außen gepanzerten Sauerstofftank im Nebenraum, der durch einen acht (8) m langen reißfesten Gummischlauch, der durch eine luftdichte Öffnung in der Wand der Zelle läuft, mit dem Ganzkörperanzug verbunden ist. Am Kopf des Anzugs ist ein mit einem elektronischen Schloss versehener Schlitz, der nur für die Nahrungsaufnahme aufgeschlossen wird sowie bruchfestes durchsichtiges Glas im Augenbereich. Ein ebensolcher Schlitz ist auch an der Hüfte für Ausscheidungen angebracht sowie am Rücken zum Ausziehen des Anzugs. Weiterhin ist eine schallleitende Membran am Anzug befestigt. Alle drei (3) Tage muss SKP-156 mit einem aerosolen Schlafmittel über den Sauerstofftank narkotisiert, von seinem Anzug befreit und ganzkörperlich gewaschen werden. Während der Zeit außerhalb seiner Zelle müssen SKP-156s Hände am Rücken mit Handschellen verbunden werden.

Jegliches Personal, das wegen Tests die Zelle betritt oder allgemein sich im gleichen Raum wie SKP-156 befindet, muss einen gepanzerten, luftundurchlässigen und feuerfesten Ganzkörperanzug tragen, der mit einem Sauerstoffkanister ausgestattet ist. Mindestens vier Sicherheitsbeamte müssen beim Narkotisieren oder bei Tests für die Sicherheit sorgen. Alle müssen mindestens eine Kampfkunst meisterhaft beherrschen und mindestens zehn (10) Jahre an Berufserfahrung besitzen. Innerhalb von 30 m in der Umgebung der Isolierzelle sind weder Schusswaffen, noch Stich- und Schneidwerkzeuge erlaubt. Nur Schlagstöcke sind als Waffen genehmigt. Falls es SKP-156 gelingt, seiner Eindämmung zu entkommen, wird die MEK-Einheit-17-𝔑 (17-Norbert, „Fahrenheit”) zu Hilfe gerufen, um es mit Flammenwaffen wieder in Gewahrsam zu nehmen, sodaß es wieder eingedämmt werden kann. Während der Gefangennahme ist ein Abstand von mindestens 2,1 km einzuhalten.

Die Suche nach SKP-156-2 ist bis jetzt noch erfolglos verlaufen. Die MEK-Einheit-4-𝔎 wurde für diese Operation zu Hilfe gerufen, um die sichere Eindämmung des Objekts zu gewährleisten. Untersuchungen werden die klaren Eigenschaften von SKP-156-2 aufdecken, sodaß die Sicherheitsmaßnahmen aktualisiert werden können. Bis dahin sind die selben Maßnahmen zu treffen wie bei SKP-156-1.

Beschreibung: SKP-156 ist die Zusammenfassung von SKP-156-1 bis -3. SKP-156-1 ist der ehrenwerte Baron Wolfgang Philipp Wilhelm Otto von Berg, der Generalfeldmarschall der Armee Nordamerika. Er hat die Erscheinung eines etwa 30-jährigen arischen Mannes mit einem kurzen Vollbart. Er ist etwa 1,85 m groß und hat ein Gewicht von 90 kg. Sein Körper ist durchtrainiert und mit verschiedenen Narben überzogen.

Diese sind:

  • zwei Narben durch Schussverletzungen an der rechten Schulter bzw. am linken Oberschenkel
  • drei Narben durch scharfe und spitze Objekte wie z.B. Messer; jeweils eine im Gesicht, eine am Bauch und eine über der linken Brust
  • Narbengewebe durch Schrapnell und Hitze einer Granate an der linken Lende
  • eine Narbe am rechten Unterarm, die von SKP-███s Klaue stammt.

Baron von Berg wurde am 16.01.1889 in Dresden geboren und hat damit gegenwärtig ein biologisches Alter von 129 Jahren. Untersuchungen der Zellen des Objekts haben ergeben, daß ihre Teilungsphase die Ablaufzeit eines 30-jährigen beträgt. Wieso sich die Zellteilungsgeschwindigkeit des Barons ab diesem Stadium nicht weiter verkürzt hat und damit seine Alterung nicht weiter fortschreitet, konnte bis jetzt noch nicht restlos erklärt werden. Bei weiteren Untersuchungen der Zellen des Barons wurden neben menschlicher DNS auch fremdartige Biomoleküle entdeckt, die anscheinend ebenso Träger von Erbinformationen sind. Der Aufbau ähnelt stark einer Nukleinsäure, deren Nukleotide jedoch statt den organischen Basen A, T, G und C unbekannte basische Verbindungen aufweisen. Deren genauen Eigenschaften und Einfluss auf den Körper konnten noch nicht völlig ergründet werden. Es ist gesichert, daß SKP-156-1s fremdartige Biomoleküle auf zumindest männliche Nachfahren vererbbar sind.

SKP-156-1 hat hohe Erfahrung mit verschiedenen Schusswaffen sowie im Messerkampf und Militärischen Nahkampf (MNK). Weiterhin steht der Baron in Karate auf der Stufe des 8. Dan, in Ju-Jutsu auf der des 9. Dan sowie in Taekwondo auf der des 3. Dan. Der Baron spricht neben Deutsch die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch (mit einem mexikanischen Dialekt), Türkisch und gebrochen Japanisch. Anhand von Intelligenztests wurde ein IQ von 127 Punkten festgestellt. SKP-156-1 leidet unter Hypästhesie1, die anscheinend angeboren ist.

SKP-156-1 hat die paranormale Fähigkeit, Atmosphärengase zu manipulieren. Dabei werden die Atmosphärengase als eine Art Erweiterung von SKP-156-1s Körper behandelt, welche die Funktion eines Tast- und Bewegungswerkzeugs haben. Der Effekt von SKP-156-1 ist dabei nur möglich, wenn ein Minimum von 2 mm² von der Haut des Objekts den Atmosphärengasen ausgesetzt ist. Weiterhin müssen die Atmosphärengase mindestens Volumenprozente von 77,5 an Stickstoff, 20,3 an Sauerstoff und 0,5 an Argon enthalten. Die Volumenprozente der Spurengase haben keine Einwirkung auf die Manipulation der Atmosphärengase, solange durch sie das Mindestmaß der Hauptbestandteile nicht unterschritten wird.

Für einen eingehenden und vollständigen Lebenslauf von Baron von Berg wird die Biografie „Der Held von Mexiko. Das Leben des Baron Wolfgang von Berg” von dem Historiker der Universität Freiburg Prof. Simon Ritter empfohlen.

SKP-156-2 scheint ein humanoides Wesen zu sein, welches äußere Ähnlichkeit mit SKP-156-1 haben soll. Es besitzt geistbeeinflussende Effekte, die es dazu nutzt, menschlichen Subjekten eine starke emotionale Zuneigung gegenüber dem Objekt aufzuzwingen. Auf welche Art dies vonstatten geht, ist derzeit unbekannt. Weiterhin konnte auch noch nicht herausgefunden werden, welches Ausmaß diese Effekte haben und ob sie auch an nichtmenschliche Subjekte angewand werden können. Außerdem werden ähnliche anomale Fähigkeiten wie SKP-156-1 vermutet. Da das letzte Zeugnis über SKP-156-2 über 100 Jahre her ist, kann der derzeitige Aufenthaltsort des Objekts nicht mehr nachvollzogen werden. Es wäre sogar möglich, daß SKP-156-2 schon verstorben ist, jedoch kann dies nicht mit Bestimmtheit nachgewiesen werden.

SKP-156-2 wurde aufgespürt und neutralisiert (siehe Dokument 156-2/12).

SKP-156-3 ist der Sohn von SKP-156-1, Hauptmann Friedrich Gerhart Benjamin Richard von Berg, der am 24.01.1982 in Dresden geboren wurde. Er ähnelt SKP-156-1 in seinem Aussehen, lediglich ist jener stets glattrasiert und hat keinerlei Narben vorzuweisen. Er hat eine Größe von 1,83 m und ein Gewicht von 89 kg. SKP-156-3 besitzt ebenfalls die paranormalen Biomoleküle sowie die die Fähigkeit zur Manipulation der Atmosphärengase, jedoch zu einem geringeren Maße, genauer gesagt nur zu etwa 68%. Der Grund dafür wird bis jetzt noch untersucht, wobei die wahrscheinlichste Theorie dafür die Mischung von SKP-156-1s Genen mit denen seiner nicht-paranormalen Ehefrau ist.

Anhang-156-1: Basierend auf SKP-156-1s Biomolekülen konnte das IMBW ein Medikament namens Ageramatikum2 erstellen, welches durch Nahrungsaufnahme in den Körper eingeführt wird und durch seine paranormalen Eigenschaften die Verlängerung der Zellteilungsgeschwindigkeit aufhält. Praktisch wird damit also SKP-156-1s Fähigkeit der Jugenderhaltung kopiert. Damit dieser Effekt dauerhaft bleibt, ist dieses Medikament alle drei Monate einzunehmen.

Jedoch ist die Einnahme mit hohen Risiken verbunden: Veränderungen von Zellkernen, der Funktion von lebenswichtigen Organen und andere Symptome sind in der Regel tödlich und erst sehr spät feststellbar. Es besteht nur etwa eine 8-9%ige Chance, daß der Körper das Medikament ohne schädliche Nebenwirkungen annimmt. Sie erhöht sich aber mit regelmäßiger Einnahme, nachdem der Körper bereits das Medikament angenommen hatte. Es wird angenommen, daß der Körper sich mit der Zeit an das Ageramatikum gewöhnt. Das IMBW arbeitet derzeit daran, das Mittel an den menschlichen Organismus besser anzupassen und die Nebenwirkungen zu verringern.

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