Dr Ore's Sandbox
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Das Innere von SCP-100-DE-A.

Objekt-Nr.: SCP-100-DE

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-100-DE darf auf keinen Fall darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass es eingedämmt wurde. Um auch in Zukunft seine Kooperation mit Personal der Foundation zu gewährleisten ist es außerdem darüber im Glauben zu lassen, dass die heute in Europa vorherrschenden Sitten-, Wert- und Moralvorstellungen noch immer denen aus dem 12. Jahrhundert entsprechen. Weiterhin ist die Entität auf keine Weise dazu zu bewegen aufzustehen und/oder SCP-100-DE-A zu verlassen. Sollte dieser Fall dennoch eintreten, ist es unverzüglich in den Wirkungsbereich eines Scranton-Realitätsankers zu locken um die Eindämmung wiederherzustellen.

Aufgrund der Immobilität von SCP-100-DE und SCP-100-DE-A wurde am Eingang zu SCP-100-DE-A Außenposten-DE34/100 errichtet. Außenposten-DE34/100 muss zu jeder Zeit mindestens 50 Wachen beherbergen und ist mit Explosiv- und Gaswaffen auszurüsten um Angriffen auf die Einrichtung entgegenwirken zu können. Außenposten-DE34/100 ist von anderen Foundationeinrichtungen halbstündlich anzufunken um den aktuellen Status zu erfragen. Sollte von Außenposten-DE34/100 keine Antwort erhalten werden, ist eine MTF zu entsenden um die Lage zu überprüfen und eine eventuelle Einnahme des Standorts durch feindlich gesinnte Truppen zu verhindern.

Es sind Anstrengungen zu unternehmen um wenigstens im Gebiet des Burgbergs eine gesunde Population von Kolkraben (Corvus corax) zu gewährleisten. Sollte sich SCP-100-DE nach der Existenz von Raben auf dem Burgberg erkundigen, ist ihm deren Existenz immer zu bestätigen.

Aus Gründen der Sicherheit und um dem Verlust wertvoller Foundationausrüstung vorzubeugen sind innerhalb von SCP-100-DE-A keine Scranton-Realitätsanker erlaubt.

Beschreibung: SCP-100-DE beschreibt eine humanoide Entität, die sich derzeit in einer Kaverne unter dem Burgberg im Kyffhäusergebirge befindet. Diese Kaverne ist Teil eines Höhlensystems, das aufgrund seiner Natur als SCP-100-DE-A bezeichnet wird.

SCP-100-DE besitzt die Gestalt eines 60 bis 70 Jahre alten Mannes, der in ein rotes Gewand gekleidet ist. Es trägt eine goldene, mit verschiedenen Edelsteinen und einem Kruzifix verzierte Bügelkrone. Es hat eine Größe von ca. 410 cm. Sein Gewicht konnte bisher nicht ermittelt werden, wird aber auf ungefähr 800 kg geschätzt. SCP-100-DE sitzt auf einem Thron der offenbar komplett aus Elfenbein besteht und stützt seinen Kopf mit den Händen auf einen 8 Meter durchmessenden runden Tisch aus Marmor. Auffällig an der Entität sind neben ihrer Größe ihre Haare, die kontinuierlich mit gelb-orangem Licht glühen. SCP-100-DE besitzt einen Bart, der durch ein Loch im Marmortisch auf den Boden reicht und besagten Tisch rund sechseinhalbmal umläuft. SCP-100-DE wurde noch nie dabei beobachtet wie es Nahrung zu sich nimmt, daher wird angenommen, dass es diese nicht benötigt.

Messungen lassen den Schluss zu, dass es sich bei SCP-100-DE um eine realitätsbeugende Entität der Klasse IV handelt. Es hat seine Fähigkeiten seit dem Beginn der Beobachtung durch die Foundation allerdings nur benutzt um zu verhindern dass es verletzt, relokalisiert oder in irgendeiner Form weiter eingedämmt wird. Selbst dabei betreibt es nur minimalen Aufwand, Angreifer werden lediglich entwaffnet und/oder wegteleportiert und Personen die SCP-100-DE bewegen sollen vergessen plötzlich die ihnen gegebene Aufgabe. Gegeben SCP-100-DE's beeinträchtigter Umgebungswahrnehmung wird vermutet, dass es sich hierbei um einen automatischen Schutzmechanismus handelt, auf den die Entität keinen aktiven Einfluss hat.

SCP-100-DE scheint sich durchgehend im Halbschlaf zu befinden und reagiert wenn überhaupt nur sehr träge auf seine Umwelt. Es ist dennoch möglich Gespräche in jeder beliebigen Sprache mit ihm zu führen, auch wenn es häufig sehr lange braucht um eine Antwort zu formulieren und oft nuschelt. Es gibt an Kaiser Friedrich I (genannt "Barbarossa") zu sein und sagte aus dass es in SCP-100-DE-A eingesperrt wurde. Diese Behauptungen konnten bisher nicht abschließend bestätigt oder verworfen werden.

Die Entität fragt präsentes Personal gelegentlich, "ob es immer noch Raben auf dem Berg gibt". Diese Frage wurde bisher in allen Fällen bejaht, woraufhin SCP-100-DE kurz seufzte. Bisher ist unbekannt ob oder wie sich das Vorhandensein von Raben auf dem Burgberg auf SCP-100-DE auswirkt, jedoch wurde die Kolkrabenpopulation des Kyffhäusergebirges und besonders auf dem Burgberg aus Gründen der Vorsicht unter Beobachtung gestellt.

Das Innere von SCP-100-DE-A wurde aufgrund seiner Größe und Weitläufigkeit bisher noch nicht vollständig erforscht, die Erkundung des Höhlensystems ist noch im Gange. Allerdings wurden in den Höhlen bereits 567 Granitsteinstatuen von Rittern, Soldaten und verschiedenen Hofbediensteten entdeckt. Ihr Abtransport zur genaueren Untersuchung war allerdings aufgrund von Engstellen in SCP-100-DE-A nicht möglich. Die Höhle selbst besitzt drei anomale Eigenschaften. Erstens ist es nicht möglich SCP-100-DE-A auf einen anderen Weg als durch den Höhleneingang zu betreten. Bei Versuchen sich von außen in das Höhlensystem zu graben stieß das Personal an dem Ort wo sich SCP-0XX-DE befinden sollte nur auf soliden Fels, der offenbar den gesamten Raum ausfüllt den eigentlich SCP-100-DE-A einnehmen sollte. Zweitens ist es nicht möglich SCP-100-DE-A dauerhaft zu beschädigen, da sich jeder Schaden innerhalb von Sekunden von allein behebt. Drittens wird jede menschliche Person in SCP-100-DE-A derart geistig beeinflusst, dass sie ohne sich zu verlaufen SCP-100-DE's Kaverne und den Höhlenausgang finden kann. Dieser dritte Effekt bleibt wirkungslos, solange man sich aktiv darauf konzentriert ein anderes Ziel zu erreichen.

SCP-100-DE-A scheint durch die Fähigkeiten von SCP-100-DE erschaffen worden zu sein und existiert offenbar nur, solange es durch die Entität aufrechterhalten wird. Dieser Umstand erschwert die Eindämmung von SCP-100-DE, da es dadurch keinem Scranton-Realitätsanker ausgesetzt werden kann. Wird ein solches Gerät in SCP-100-DE-A transportiert, löscht es sofort sämtlichen durch Realitätsbeugung beeinflussten Raum in seinem Wirkungsbereich aus und wird als Resultat augenblicklich zusammen mit sämtlicher Materie in seinem Wirkungsradius aus der objektiven Realität entfernt. Der verlorengegangene Raum wird anschließend scheinbar sofort ersetzt.

Warum SCP-100-DE angibt in einem von ihm selbst geschaffenen Raum eingesperrt zu sein ist noch unklar. Dr. Stramm stellte allerdings die Theorie, dass die Entität nur in SCP-100-DE-A gefangen ist, weil sie glaubt darin eingesperrt zu sein und dadurch ihre Fähigkeit der Realitätsbeugung auslöst.

Entdeckung: Die Foundation erfuhr am 02.01.2010 von SCP-100-DE, als Rechercheteam 25 die Wiederherstellung einiger Dokumente von Abteilung XXV abschloss. Daraufhin wurde ein Erkundungsteam zur angegebenen Position losgeschickt, die nach der Entdeckung des Eingangs zu SCP-100-DE-A eine erste Eindämmung vornahm.

Nachtrag 100-DE-1: Am ██.██.████ wurde Außenposten-DE34/100 von 52 Entitäten angegriffen, die eine starke Ähnlichkeit mit SCP-094-DE aufwiesen. Die Foundationkräfte vor Ort hatten nur menschliche Aggressoren antizipiert und konnten die Angreifer dementsprechend mangels geeigneter Bewaffnung nur verlangsamen. Es stellte sich heraus, dass Explosionswaffen nötig waren um die Entitäten vollständig zu neutralisieren, da sie solange handlungsfähig waren wie ihnen wenigstens ein Gliedmaß blieb. MTF-DE6-𝔇 "Das Aufgebot" wurde mit entsprechender Ausrüstung losgeschickt und konnte den Angriff nach 2 Stunden erfolgreich abwehren. Alle Angreifer wurden erfolgreich neutralisiert, die Foundation hatte 29 Tote und 33 Verletzte zu beklagen. Bei der Untersuchung der Überreste stellte sich heraus, dass sämtliche neutralisierten Entitäten mit dem Symbol der Interessengruppe Viertes Reich markiert waren. Nach diesem Vorfall wurden die Sicherheitsmaßnahmen angepasst.

Nachtrag 100-DE-2: Die Population der Kolkraben im Kyffhäusergebirge zeigt seit dem ██.██.████ vermehrt Erkrankungen durch Infektionen und Parasitenbefall. Es wurden Unternehmungen gestartet um den Artbestand zu erhalten.

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