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SCP-1XX-DE bei seiner Festnahme.

Objekt-Nr.: SCP-1XX-DE

Klassifizierung: Euclid Keter

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-1XX-DE ist in einer 5 m x 8 m x 3 m abmessenden Zelle aus verstärktem Hartbeton unterzubringen. Die Tür zu dieser Zelle hat aus mindestens 5 cm dickem Panzerstahl zu bestehen und nur durch einen Schiebemechanismus zu öffnen sein. Zusätzlich ist in Bodennähe eine Aussparung in der Tür zu lassen um SCP-1XX-DE in einem zufälligen Rhythmus mit drei Mahlzeiten täglich zu versorgen. Diese Mahlzeiten müssen jeweils einen Nährwert von mindestens 80.000 kcal aufweisen um bei der Entität keine Symptome der Mangelernährung auszulösen. Sensoren haben die Integrität der Zelle und der Tür zu jeder Zeit zu überwachen.

SCP-1XX-DE hat durch Ausbrüche in der Vergangenheit sämtliche Rechte auf Annehmlichkeiten verwirkt. Aus diesem Grund besteht SCP-1XX-DEs Zellenausstattung bis auf Weiteres lediglich aus einer Toilette, Nasszelle, Waschbecken (alle aus massiven, hochfesten Edelstahl) sowie einer dünnen Matratze mit Bettwäsche, die SCP-1XX-DE ebenso wie seine Kleidung auf Aufforderung hin durch die Aussparung in seiner Tür hindurch zur Reinigung und Auswechslung zur Verfügung zu stellen hat. Das Einsammeln und Austauschen der normalen Wäsche hat täglich, das der Bettwäsche monatlich zu erfolgen.

Sämtliches, dem SCP-1XX-DE-Projekt zugewiesenes Personal ist anzuweisen, zu seiner eigenen und auch der Sicherheit der restlichen Belegschaft so wenig wie möglich mit der Entität zu interagieren und auf keinen Fall seine Zelle zu betreten. SCP-1XX-DE darf seine Zelle nur mit der schriftlichen Genehmigung des SCP-1XX-DE-Projektleiters und eines O4 verlassen und dies auch nur unter der Aufsicht von mindestens 12 vollbewaffneten Wachen, sowie zwei Beowulf-Einheiten der MTF DE4-𝔙 "Die Verteidiger".

Beschreibung: SCP-1XX-DE ist eine Frau unbestimmbaren Alters, ehemals bekannt als █████ ███████. Seine physischen Merkmale wie etwa Haarfarbe, Körpergröße, Hautton und Statur ändern sich sporadisch, vermutlich aus Langeweile, was keine einheitliche Beschreibung seines Aussehens ermöglicht.

SCP-1XX-DE besitzt die Fähigkeit, jedwede körperfremden Organe ohne negative Reaktionen in seinem eigenen Körper aufzunehmen und auch wieder daraus zu entfernen. Die Menge an Organen, die es mitführen kann, ist unbekannt, jedoch ist es offenbar gezwungen, sie alle mit Energie zu versorgen, was in einem sehr großen Nahrungsbedarf resultiert. Jedoch scheint eine Raumanomalie Teil dieser Fähigkeit zu sein, da SCP-1XX-DEs Statur und Masse nicht der als bestätigt geltenden Menge an Biomasse entspricht, die es in sich aufgenommen hat. Einmal aufgenommen, kann SCP-1XX-DE offenbar willentlich sämtliche Organe in sich in seinem Körper neu organisieren, was vor allem in Fällen seiner Haut oft zu Mischungen verschiedener Pigmente führt, die ihr keine einheitliche Hautfarbe verleiht. Weiterhin ist es scheinbar in der Lage, sämtliche Organe in seinem Körper gleichzeitig zu benutzen, was ihm etwa im Falle von Muskeln extreme Körperkraft verleiht.

Weiterhin kann SCP-1XX-DE nachweislich aus ihrem Körper in andere Personen verpflanzte Organe jederzeit orten und ihren Gesundheitszustand ermitteln. Es wird angenommen, dass es sich hier um eine primitive Form von Telepathie handelt.

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SCP-1XX-DE demonstriert seine Fähigkeiten an einem Klasse-D-Mitarbeiter.

Um Organe aufzunehmen, ist SCP-1XX-DE darauf angewiesen, diese per Operation aus einem Patienten in sich selbst zu verpflanzen. Dies stellt für die Entität allerdings kein Hindernis dar, da SCP-1XX-DE vor seiner Verhaftung eine akkreditierte Chirurgin war und Organverpflanzungen unter Einsatz moderner chirurgischer Methoden vornimmt. Dabei scheint sie eine Vorliebe dafür zu haben, Organe einfach in ihren Körper einzukleben, nachdem es bestehende Verbindungen zwischen bereits vorhanden Organen einfach gekappt und ihre Beute dazwischengeschoben hat. Auch Ärzte der Foundation, die ihm bei der Arbeit beiwohnen durften, sind sich darüber einig, dass es sein Handwerk den Umständen entsprechend perfekt beherrscht, auch wenn angemerkt wurde, dass die Anomalie ausgesprochen geizig mit dem Blut des Patienten und dessen Ersatz während der Operation umgeht. ebenfalls wurde ihm eine hohe Schmerztoleranz zugeschrieben, da es während seiner normalerweise nur zehn Minuten andauernden Operation keine Anästhetika einnimmt.

Sein psychologisches Profil weist SCP-1XX-DE als hochfunktionale Psychopathin aus. Es ist nachweislich nicht fähig Empathie oder soziale Wertesysteme zu verstehen und verfügt anscheinend über keinerlei Angstreaktionen. Es gelang SCP-1XX-DE in der Vergangenheit mehrfach, durch oberflächlichen Charme und gute Schauspielkunst Foundation-Personal für seine Zwecke zu manipulieren, woraus seine aktuellen Eindämmungsmaßnahmen resultieren.

Entdeckung: Die Foundation entdeckte SCP-1XX-DE bei Ermittlungen zu einer bizarren Mordserie in Rostock, Deutschland. SCP-1XX-DE war in einem der städtischen Krankenhäuser angestellt und bot jungen Menschen mit Organausfällen an, fehlerhafte Organsysteme ohne Entgelt mit solchen aus seinem eigenen Bestand zu ersetzen. Wenn der Patient zusagte, wurde er fachgerecht behandelt und erholte sich in allen dokumentierten Fällen vollständig. Sobald sich der Gesundheitszustand des ehemaligen Patienten aber wieder merklich verschlechterte, etwa im Falle eine schweren Blutvergiftung oder erneuten Organausfällen, suchte SCP-1XX-DE seine Opfer auf, brach in ihre Wohnungen ein und entnahm ihnen unter Anwendung von Skalpellen, Scheren und Sägen sämtliche noch verwendbaren Organe, inklusive Muskeln, Blut, Gehirn, Haut und Knochen, in allen Fällen während das Opfer noch lebte. Die einzige Limitierung die SCP-1XX-DE hierbei besaß, war laut eigener Aussage die Menge an Blut, die ihm zur Verfügung stand um ihre Beute zu versorgen, dadurch waren seine Primärziele in den meisten Fällen Blut, Herz, Lungen und Nieren, die niedrigste Priorität hatten Hirnmasse und Fortpflanzungsorgane..

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Der Nachgang von Zwischenfall 1XX-DE-1.

Die Foundation konnte SCP-1XX-DE identifizieren, als es begann, aus seinem Krankenhaus Blutkonserven zu stehlen um somit seine Ausbeute drastisch zu erhöhen. Bei der Analyse von Krankenhausakten stellte sich zudem heraus, dass die Entität Dokumente zur Herkunft von Spenderorganen gefälscht hatte.

Zwischenfall 1XX-DE-1: Eine erste Ergreifung von SCP-1XX-DE wurde am ██.██.████ versucht. Zu diesem Zweck wurde ein mögliches Ziel von SCP-1XX-DE, █████ ██████████, beschattet und eine Eingreiftruppe auf Abruf gehalten worden. Die Beobachter ertappten SCP-1XX-DE tatsächlich dabei, wie es sich Zugang zur Wohnung von SCP-1XX-DE verschaffte, aber sie, sowie auch der Eingreiftrupp, unterschätzte die körperlichen Fähigkeiten der Anomalie. SCP-1XX-DE gelang es, die Angreifer auszuschalten, mehreren von ihnen mit einer Blutpumpe das Blut abzunehmen und zusammen mit seinem eigentlichen Opfer drei von ihnen in der Badewanne der Wohnung teilweise auszuweiden, bevor die Polizei, alarmiert durch vom Lärm aufgeschreckten Nachbarn, den Tatort erreichte1. SCP-1XX-DE hatte die Wohnung zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits verlassen.

SCP-1XX-DE konnte anhand von Körperkameraaufnahmen identifiziert werden, wodurch nach einer kurzen Analyse seiner Fähigkeiten beschlossen wurde, Mobile Task Force DE6-𝔇 "Das Aufgebot" zusammen mit einer Beowulf-Einheit von MTF DE4-𝔙 "Die Verteidiger" zu entsenden, um die Anomalie zu verhaften. Die Entität wurde auf einem weiteren Beutezug von den Streitkräften überrascht, jedoch angeschossen, bevor es ihnen gefährlich werden konnte. Dabei wurde festgestellt, dass SCP-1XX-DE seine Körperteile austauschen kann, was für einen unbeteiligten Beobachter wie rapide Regeneration anmutet. Agent Klein, der Nutzer der eingesetzten Instanz von SCP-150-DE verwickelte die auf ein verlassenes Fabrikgelände getriebene Entität anschließend in einen Nahkampf. SCP-1XX-DE wurden dabei durch mehrere Faustschläge der Schädel, Kiefer sowie Knochen in den Armen und in der Brust gebrochen und mehrfach ohne merkliche Wirkung getasert. Die Entität gab schließlich von sich aus auf, wurde notdürftig medizinisch versorgt und unter schwerer Bewachung abtransportiert.

Zwischenfall 1XX-DE-2: SCP-1XX-DE, zu diesem Zeitpunkt noch in einer Standardeindämmungszelle untergebracht, verwickelte während der Übergabe von Mahlzeiten das zuständige Personal entgegen der Sicherheitsvorschriften durch charmantes Gebaren in Gespräche. Schließlich erwirkte es mit Wachmann Mehnert einen Handel, der vorsah, SCP-1XX-DE freizulassen damit es im Gegenzug Mehnerts Schwester behandeln konnte, welche ein Spenderherz benötigte. Mehnert löste dazu den Eindämmungsbruch-Alarm für SCP-███-DE aus, eine hochgefährliche Keter-Anomalie und nutzte den entstehenden Aufruhr, um SCP-1XX-DE zu befreien. Auf dem Weg aus dem Standort überwältigte SCP-1XX-DE sieben Wachen und entkam durch einen Notausgang. Nach der Analyse des Überwachungsmaterials wurde eine Eingreiftruppe und zwei Einheiten von SCP-150-DE zum Wohnort von ██████ Mehnert entsendet, die SCP-1XX-DE erfolgreich auflauerten und in Gewahrsam nahmen. Wachmann Mehnert wurde für diesen Verstoß gegen Foundation-Richtlinien amnesiziert und fristlos ohne weitere Foundation-Leistungen entlassen.

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Spurensicherung nach Zwischenfall 1XX-DE-3.

Zwischenfall 1XX-DE-3: SCP-1XX-DE erlangte nach seiner Wiedereindämmung über mehrere Jahre das Vertrauen seines Eindämmunsteams und schaffte es sogar, Dr. Lotsch mittels Vortäuschung von Schwächesymptomen vorzugaukeln, dass es einen regelmäßigen Nachschub an neuen menschlichen Gewebezellen benötige, um seine Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Als Folge wurden SCP-1XX-DE wöchentlich Blutkonserven und ein Mitarbeiter der Klasse-D zum Ausweiden zur Verfügung gestellt. Durch weitere Manipulation des Personals zum Aufbau einer emotionalen, in zwei Fällen sogar romantischen Bindung, erwirkte SCP-1XX-DE außerdem zahlreiche Vergünstigungen. Dem Rechnungswesen von Standort-DE17 fiel schließlich der für die Eindämmung einer solchen Anomalie exorbitante Ressourcenverbrauch auf und leitet dies an den O4-Rat weiter, der eine sofortige Evaluation beantragte. Als dies dem SCP-1XX-DE-Eindämmungsteam zugetragen wurde, versuchte Forschungsassistent Pechstein, SCP-1XX-DE zum Ausbruch zu verhelfen um, laut seiner eigenen Aussage, "Eine für [SCP-1XX-DE] menschenunwürdige Behandlung zu verhindern." Der Ausbruch wurde jedoch nur wenige Minuten später bemerkt und Agent Mielke, eine gerade von einem Einsatz zurückgekommene Einheit von MTF DE4-𝔙 (Modell Herakles) hielt die Anomalie davon ab, den Standort zu verlassen. SCP-1XX-DE hatte jedoch durch die während seiner Eindämmung aufgenommenen Muskelmasse seine Körperkraft stark erhöht und schaffte es, Mielkes Anzug einen Arm abzureißen, bevor letale Gewalt autorisiert wurde. SCP-1XX-DE verlor bei diesem Kampf ungefähr 120 kg Biomasse und ergab sich schließlich den zur Unterstützung eilenden Truppen.

Zwischenfall XXX-DE-4: SCP-1XX-DE brach nur wenige Tage später durch Anwendung von reiner Gewalt aus seiner bis zu diesem Zeitpunkt Standard-Eindämmunszelle aus und griff jede Person der es begegnete mit Tötungsabsicht an. Ein Eindämmungsalarm wurde ausgelöst und der Sektor abgeriegelt. Schutzräume für eingesperrtes Personal boten Schutz vor der Entität, während diese begann, die Organe ihrer getöteten Opfer mit aus dem Sektor gestohlenem Werkzeug in sich selbst einzupflanzen. Um diesen Eindämmungsbruch schnell zu beheben, wurde die MTF DE4-𝔙 von Standort-DE17 als Ganzes losgeschickt und überraschte SCP-1XX-DE, als dieses gerade versuchte, eines der Schotts aufzubrechen. Die Anomalie wurde nach einem kurzen Gefecht, bei dem es ihm gelang, Agent Humboldt mitsamt seinem Anzug den Hals umzudrehen, wieder in Gewahrsam genommen, seine Sicherheitsmaßnahmen verschärft und seine Klassifikation auf Keter erhöht.

Das hier ist vermutlich der einzige Fall, in dem eine Anomalie nicht aufgrund seiner anomalen Eigenschaften als Keter eingestuft wurde. Ich möchte das Eindämmungsteam von SCP-1XX-DE mit diesem Funfact gerne auf Folgendes hinweisen: Seine Gefährlichkeit liegt nicht allein in seinen Fähigkeiten begründet, die sind nur schmückendes Beiwerk, wenn man so will. Das wahre Risiko ist sein Charakter, seine Intelligenz. Was auch immer Sie empfinden mögen, wenn Sie mit dieser Anomalie interagieren, denken Sie daran: Es hat eine psychische Störung. Was ihnen durch den Kopf geht, könnte von ihm gewollt sein und was Sie fühlen nicht echt. Lassen Sie nicht zu, dass es wieder jemanden manipuliert.

Wir Sichern. Wir verwahren. Wir schützen.

- O4-12

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