Grom №7: Geschichte der preußischen Behörden für das Anomale

Diese Sandbox enthält einen Konzeptentwurf einer Übersicht über die für das Anomale zuständigen Organisation im deutschen Kaiserreich bzw. dem Königreich Preußen. Kenner der Geschichte und historischer Behörden anderer deutscher Königreiche und Teilstaaten im 19ten Jahrhundert sind aufgerufen, ihren Teil hierzu beizutragen.


Zweite Preußische Ministerialkommission — 1833 - 1840

Die Zweite Preußische Ministerialkommission war ein von 1833-1840 im Königreiche Preußen operierender Ausschuss zur Verfolgung politischer Gegner des Königreiches und Geheimbünde. Sie war dabei vollkommen unabhängig und weder an Gesetze noch Gerichtsurteile gebunden, und wurde mit der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. aufgelöst.

Zwar war sie nicht per se für das Anomale zuständig, jedoch fielen ihr mindestens zwei esotherische Zirkel zum Opfer, es wird davon ausgegangen, dass mindestens einer davon ein Zirkel war dessen Mitglieder später der Magierakademie beitraten. Es ist bekannt dass es bei der Festnahme des Zirkels durch ein Jägerbataillon des Preußischen Heeres zu einem kurzen Gefecht bei dem zwar einige Mitglieder des Zirkels fliehen konnten, andere jedoch getötet wurden oder in Haft gerieten. Das Schicksal der Festgenommenen ist nicht im Detail geklärt, es wird angenommen dass einige in Festungshaft gerieten, wieder andere mit der Auflösung der Kommission begnadigt wurden, und wieder andere mit geringeren Bußen davonkamen. Ob es zu Todesstrafen kam ist nicht bekannt jedoch nicht unwahrscheinlich.


Sektion V c — 1892 - 1918

Die Sektion V c war eine 1892 aufgestellte Sektion der auch als "Preussische geheime politische Polizei" oder einfach "Preußische Geheimpolizei" bekannten Abteilung V der Berliner Polizei, welche auch außerhalb Berlins und im ganzen Kaiserreich aktiv war. Die Aufgabe der Abteilung V war die Verfolgung politischer und kultureller Gegner des Königreichs Preußen und des deutschen Kaiserreichs sowie dessen Strukturen. Hierin war die Sektion V c auf die Überwachung, Infiltration und Zerschlagung von esoterischen Geheimbünden und Zirkeln spezialisiert und dabei wesentlich erfolgreicher als die Mobile Abteilung III b oder andere Organisationen zuvor. Bis dahin wurde diese Aufgabe zumeist von der Königlich Preußischen Landgendarmerie übernommen, soweit nötig und mit ihren Mitteln und fragmentierter Zuständigkeit möglich.

Mit der Auflösung der Abteilung V 1918 durch den Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn, der zwar eine politische Polizei für notwendig hielt, jedoch nicht besetzt durch königliche Beamte, wurde auch Sektion V c aufgelöst. Zwar wurde die Politische Polizei als Centrale Staatspolizei kurze Zeit später neu gegründet, jedoch mit einem Fokus auf politische Revolutionäre und später poltischen Extremismus und insbesondere die NSDAP. Eine Verfolgung von esotherischen Geheimbünden und Gruppierungen fand nicht statt, so konnte unter anderem die Thule-Gesellschaft aus deren Mitgliedern später Personal für das Obskurakorps rekrutiert wurde bis zu ihrem Verbot ungestört operieren.

Durch die zwischenzeitliche Auflösung und mehrfache Umstrukturierung, sowie verdeckte Operationen der damaligen SCP-Foundation, Geheimdiensten der Entente, der Magierakademie und andere Geheimbünde, gingen so gut wie alle Dokumente der Sektion V c sowie ältere Dokumente von ehemaligen und parallel bestehenden Organen welche sich im Besitz der Sektion befanden verloren oder wechselten den Besitzer. Als die Abteilung I A, die damalige Nachfolgeorganisation der Abteilung V, 1933 durch Hermann Göring zur Gestapo umgewandelt wurde, waren nach heutigem Kenntnisstand weniger als 1% der Dokumente der Sektion V c übrig, und nur wenige ehemalige Beamte der Sektion fanden in der Gestapo Anstellung; auch weil Himmler sie teils schon zuvor für den Sicherheitsdienst der SS angeworben, oder sie von diesem insgeheim dazu aufgefordert worden sein sollen, eine Anstellung bei der Gestapo abzulehnen. Es ist bekannt, dass der spätere Direktor des SKP, Standartenführer Gottfried Schön, von 1913 bis 1918 Beamter des Sektion V c war und bereits 1932 bis zur Gründung des SKP für den SD der SS tätig gewesen ist.


Mobile Abteilung III b — 1915 - 1919

Die Mobile Abteilung III b war eine Sektion des Militärgeheimdienstes des Deutschen Heeres und der Obersten Heeresleitung unterstellt. Während alle Teile der Abteilung III b, deren Aufgaben Informationsbeschaffung, Aufklärung, Spionage und Propaganda waren, dabei nur geringe Erfolge vorweisen konnten, konnte eine geheime Gruppe der mob III b welcher ungewöhnliche Phänomene insbesondere im Grabenkrieg an der Westfront untersuchen sollte mehrere Anomalien ermitteln und katalogisieren. Wie bei der Sektion V c sind jedoch zahlreiche Dokumente verloren gegangen oder wurden gestohlen. Ein Mitglied jener Gruppe der mob III b wurde bekanntermaßen später für das Obskurakorps rekrutiert, alle anderen Sieben waren bei der Machtergreifung der NSDAP bereits im Ruhestand. Nach heutigen Erkenntnissen hatten weder der Marinegeheimdienst noch der Geheimdienst des Auswärtigen Amtes Erkenntnisse über Anomalien erlangt.


Rechercheteam 17

Bis heute sind die meisten Dokumente und Informationen über die Institutionen des Deutschen Kaiserreiches verloren und befinden sich nachweislich im Besitz der Magierakademie, der GOC, sowie einiger anderer Interessengruppen, privater Sammler, Archiven von Geheimdiensten und unkatalogisierten Archivender Foundation. Zwecks deren Suche, Erwerb, Recherche, Katalogisierung, Aufarbeitung, und ggf. Weitergabe an operative Einheiten der Foundation zur Eindämmung so aufgedeckter noch unbekannter Anomalien oder Anforderung im Besitz anderer Ableger befindlicher Anomalien, wurde an Standort-DE5 das Rechercheteam 17 aufgestellt. Dem RT17 sind mehrere Agenten unterstellt um Dokumente durch Kauf, Verhandlung, Erpressung oder gewaltsamer Konfiszierung durch ein MTF in Besitz der Foundation gelangen zu lassen.

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