Dr. Groms Sandkasten Nr. 3 - Der alte Teleporter
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Originalskizze von SCP-1XX-DE

Objekt-Nr.: SCP-1XX-DE

Klassifizierung: Sicher Thaumiel Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Das Grundstück auf welchem sich SCP-1XX-DE befindet wurde 1947 durch die SCP Foundation beschlagnahmt, die damaligen Besitzer wurden entsprechend entschädigt. Das von einer Mauer umgebene Grundstück ist heute als Anwesen eines wohlhabenden Exzentrikers getarnt; andere ähnliche, jedoch nicht anomale, Bauten und Einrichtungen auf dem Grundstück bestärken diese Tarnung. Als privater Sicherheitsdienst getarntes Wachpersonal der Foundation bewacht das Grundstück und SCP-1XX-DE nach Wachprotokoll-07A, das Grundstück ist kameraüberwacht. SCP-1XX-DE ist desweiteren von einem weiteren Elektro-Maschendrahtzaun und Stacheldraht geschützt. Die Zugangstür ist mit einem Magnetschloss Sicherheitsklasse E verschlossen. Die Dachaufbauten von SCP-1XX-DE werden durch eine entfernbare Haube vor Witterung und Blicken geschützt; diese Haube ist außerdem geerdet und fungiert als Faraday'scher Käfig.

SCP-1XX-DE ist außer bei Benutzung von Strom getrennt zu halten, die Stromzufuhr wird durch einen im benachbarten Gebäude 4 befindlichen Sicherheitshauptschalter kontrolliert. Die Stromzufuhr wird mittels zweier Generatoren im Maschinenhaus sichergestellt, die antiquierten originalen dampfbetriebenen Generatoren wurden durch moderne Modelle ersetzt und einem Industriemuseum gespendet. Diese Gebäude werden ebenfalls besonders überwacht. Für die Stromzufuhr muss eine spezielle Sicherung eingesetzt werden, diese befindet sich im Besitz des Leiters dieses Areals.

SCP-1XX-DE kann zum Personentransport und zum Transport von Objekten die die Maße eines Menschen nicht überschreiten, jedoch keine Berylliumbronze oder durch elektrischen Strom zündbare explosive Stoffe enthalten, benutzt werden. Da der umliegende Wald so hoch wachsen gelassen wurde, das eine direkte Teleportation auf Sichtlinie nicht mehr möglich ist, kann eine Solche nur mithilfe der Mondstation-M008 stattfinden an der sich ein hochpräzise ausrichtbarer Spiegel befindet, dieser reflektiert die Teleportation und kann mit einer Abweichung von bis zu 5 m jedes sichtbare Ziel auf der Erdoberfläche erreichen. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur Zielflächen angepeilt werden, die einen Bereich von mindestens 20 m Durchmesser ebenen Geländes frei von Hindernissen oder reflektierenden Oberflächen bieten.

Der Spiegel ist im Normalfall eingefahren. Er wird von Standort-DE8 aus kontrolliert und muss von zuständigem Stufe 4 Personal dem Direktor der Mondstation freigegeben werden. Um den Spiegel herum wird eine Fläche von Ø50 m frei von Geröll gehalten; bei einer Teleportation steht ein Rettungstrupp mit einer mobilen Druckkammer bereit, um bei Ausrichtungsfehlern Personen die auf die Mondoberfläche teleportiert werden sofort zu sichern. Mondstation-M008 ist ein Anomalie-freier Mehrzweckstandort der SCP Foundation und wird von mehreren Projekten mehrerer Ableger für Unterstützungszwecke genutzt, und dient als Raumhafen für Projekte auf dem Mond.

Die Nutzung von SCP-1XX-DE erfordert die Zustimmung durch den Projektleiter und muss durch den Antragsteller wohl begründet werden. Anträge die lediglich der Bequemlichkeit des Antragstellers dienen sind abzulehnen. Nach Zwischenfall #1XX-DE/I1 wurde die Klassifikation als Thaumiel aufgehoben und SCP-1XX-DE als Euclid klassifiziert. Die Benutzung erfordert nun eine Anordnung durch O4 oder O5. Teleportationen auf andere Himmelskörper als die Erde oder den Erdenmond haben generell zu unterbleiben. In von mindestens zwei O5 Mitgliedern angeordneten Ausnahmefällen dürfen Teleportationen bis zu 1,2 AE1 erfolgen.

Beschreibung: SCP-1XX-DE ist ein kegelstumpförmiges Bauwerk von ca. 10 m Höhe und Ø5 m, in der Nähe von [ZENSIERT], Hessen. Auf seinem Dach befindet sich eine Apparatur zum Aussenden gebündelter elektromagnetischer Wellen, welche sich um 360° drehen, und um -15° bis 90° neigen lässt. Im Inneren befindet sich eine Kammer welche gerade so groß ist, dass ein Mensch darin stehen kann. Diese Kammer ist mittels eines evakuierten Kupferrohres durch welches mehrere Kabelstränge verlaufen mit der Apparatur auf dem Dach verbunden. Darunter befindet sich in einem Kellergeschoss eine Maschine welche bisher nur zu ca. 20% verstanden wurde, und die von unten mit der Kammer verbunden ist. Desweiteren befinden sich in SCP-1XX-DE nur Steuervorrichtungen und einige nachträglich durch die Foundation eingebrachte Sicherheitstechnik. Die ursprünglich zur Ausrichtung der Apparatur vorgesehenen Handräder wurden durch hochpräzise Servomotoren ersetzt, die Zieloptik durch eine Zielkamera und einen Laser zur exakten Ausrichtung auf den Spiegel.

Um SCP-1XX-DE zu aktivieren muss die Apparatur auf das Ziel ausgerichtet werden, eine Person die Kammer betreten oder ein Objekt hineingelegt werden. Wird SCP-1XX-DE nun aktiviert, wird die Kammer mit Neutronenstrahlung geflutet, jedoch in einem nicht gesundheitsschädlichen Maße. Eine Beschichtung, aus einer Keramik aus Bronze, Korund und einer geringen Menge radioaktiver Bleiatome, im Inneren der Kammer und der Tür verhindert offenbar auf unbekannte Weise ein Austreten der Neutronen. Die Apparatur auf dem Dach beginnt, gebündelte elektromagnetische Wellen von der "Mündung" her auszustrahlen, mit einer Wellenlänge von durchschnittlich 1,17 m, diese liegen damit im Frequenzband des UKW Funks. Wird dieses Wellenbündel mit einem Radio empfangen, sind Rauschen und gelegentliche hohe und tiefe Töne zu hören, und es wird vermutet, dass sich darin eine Datenübertragung befindet, es wurde jedoch weder eine analoge, noch eine digitale Übertragung darin erkannt. Trotz des Alters der Apparatur, hat das Wennenbündel einen Durchmesser von exakt 15,37 cm, ungeachtet von dessen Länge, allerdings kann sich durch Wärmedehnung und Spiel in den Lagern und den Antrieben eine gewisse Ungenauigkeit beim Zielen auf weit entfernte Ziele, einstellen, daher die erforderlichen freien Flächen in den Sichereitsmaßnahmen.

Exakt 70 Sekunden nach der Aktivierung steigt die Stromaufnahme plötzlich von im Normalfall anfänglich 8 kW um 39 kW an - die Generatoren und Sicherungen sind entsprechend ausgelegt - und das Subjekt oder Objekt in der Kammer verschwindet schlagartig, dies kann durch ein kleines Sichtfenster in der Tür beobachtet werden. Das Subjekt oder Objekt erscheint, nach einer Verzögerung entsprechend der Zeit die eine elektromagnetische Welle zum Ziel braucht, schlagartig am Ziel. Dabei kann das Wellenbündel über Spiegel umgelenkt werden, hierbei muss jedoch der Reflexionsgrad und die Ebenheit des oder der Spiegel derart gestaltet sein, dass 93% der elektromagnetischen Wellen in einer weniger nicht spiegelnden Fläche von 17 cm Durchmesser auftreffen. Beim Erscheinen am Ziel werden Luft und Luftfeuchtigkeit oder Niederschlag verdrängt.

Während der "Übertragung" bleibt das Wellenbündel und das übertragene Signal unverändert, es ist daher anzunehmen dass hier keine Umwandlung von Materie in Energie stattfindet, sondern, insbesondere indiziert durch die Störanfälligkeit der Apparatur bei der Anwesenheit von Berylliumbronze, dass die eigentliche Teleportation durch Realitätsbeugung, und eine bisher nicht erkannte Übertragung auf dem Wellenbündel stattfindet, womöglich auf einem nicht messbaren Spektrum oder nicht elektromagnetischer Natur.

Erreichen weniger als 93% der Wellen das Ziel, kann es zu zufällig auftretenden Übertragungsfehlern kommen. Bei geringer Unterschreitung des Schwellenwertes sind diese meist ungefährlich und erscheinen in Form von kleinen Fehlbildungen der Ausrüstung, der Haut oder der Organe, die sich später korrigieren lassen. Bei größeren Unterschreitungen kann es zu starken Verwachsungen, Einwachsen von Ausrüstung, der Verschiebung oder gar dem Verlust von Körperteilen und gegebenenfalls zum Tod kommen. Erreichen weniger als ca. 30% der Wellen das Ziel - dieser Wert scheint mit der Distanz zu variieren - erscheint das Subjekt beziehungsweise Objekt gar nicht und ist als verloren zu betrachten.

Das Wellenbündel wird durch kosmische Strahlung beeinträchtigt; durch die sich bei großen Distanzen bei Teleportationen im Weltraum einstellenden Störungen gelten Teleportationen ab 1,2 AE als zu fehleranfällig und sind generell zu unterlassen.

Seit Zwischenfall #1XX-DE/I1 kommt es vermehrt zu nicht vorhersehbaren Störungen der Anlage, daher sind, bis eine Reparatur möglich ist, Teleportationen nur auf besondere Anweisung hin gestattet.

Entdeckung: SCP-1XX-DE wurde bereits 1886 von

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