Marbels Bastelkammer

Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE

Objektklasse: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-XXX-DE wird auf Ebene █ in Standort DE8 aufbewahrt. Das Objekt muss in einer 8 m x 8 m x 5 m großen Standard-Eindämmungskammer aufgestellt sein, die von mindestens einem Stufe-1 Sicherheitsbeamten bewacht wird. Dieser ist nicht über den Effekt und die Funktionsweise von SCP-XXX-DE zu informieren. Für Versuche mit SCP-XXX-DE muss eine Freigabe von mindestens zwei Stufe 2 Forschern vorliegen. Versuche dürfen vorerst nur an Personal der Klassen D durchgeführt werden. SCP-XXX-DE ist vor Versuchsbeginn an ein abgeschlossenes Reservoir mit nicht weniger als 7,5 m3 einer beliebigen Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, anzuschließen.

Beschreibung: SCP-XXX-DE ist ein 5m x 5m x 3m großer Metallwürfel, dessen Kanten aus rostfreiem Stahl bestehen. Bei den Oberflächen handelt es sich um Glasscheiben unbekannter Zusammensetzung. Im Boden der Kammer ist ein gewöhnliches Metallgitter eingelassen, wie man es auch bei Treppen einsetzt. In eine der Scheiben ist eine ein Meter breite Glastür eingelassen, die mit handelsüblichen Gummidichtungen ausgekleidet ist und die Kammer hermetisch abriegelt. Rechts neben der Tür befindet sich ein zwei Meter langes Kontrollterminal. An der Oberseite der Kammer befindet sich eine Konstruktion mit verschiedenen Schläuchen und Gerätschaften, die jede bisher getestete Flüssigkeit in eine rötliche, klare Substanz mit undefiniertem Aggregatszustand, nachfolgend nur noch als SCP-XXX-DE-1 bezeichnet, umwandelt, welche SCP-XXX-DE bei Aktivierung flutet. Das Volumen der Flüssigkeit verzehnfacht sich dabei. Die Vermutung liegt nahe, dass es zu einer Art Siedeprozess oder einer Verdampfung kommt. Bisher getestete Flüssigkeiten: Leitungswasser, destiliertes Wasser, Milch, Kaffee, alkoholhaltige Flüssigkeiten, Blut (verdünnt).

Die Viskosität von SCP-XXX-DE-1 ist sehr gering und ähnelt der von starkem Nebel. Je nach Einstellung verfärbt sich SCP-XXX-DE-1 stufenlos von Blau zu Rot, wobei Rot keinen Einfluss auf die Subjekte hat und Blau einen Zustand des absoluten Zellstillstandes hervorruft.

Sobald Personal in den Würfel eintritt, erscheint auf dem Kontrollterminal eine Anzeige, die ein 3D-Modell vom Versuchsobjekt darstellt, auf der die Position von Verletzung genau dargestellt werden; ein Start- und Stopknopf sowie wie eine Anzeige, um das Mischverhältnis von SCP-XXX-DE-1 einzustellen. Während des Füllvorgangs des Würfels füllt sich auch die Lunge der Subjekte mit SCP-XXX-DE-1, welche daraufhin vorübergehend keine Atmung mehr benötigen. Dies wird vom betroffenen Subjekt nicht negativ wahrgenommen und wurde mit dem Einatmen von Trockeneisdampf oder sogenanntem Disconebel verglichen. Alle sonstigen Prozesse wie Verdauung, Zellerneuerung oder Bildung von Nekrose stoppen bei Kontakt. Ausschließlich Bewegung, Kommunikation und das Abrufen von Erinnerungen sind möglich. Dabei wird die Vibration der Stimmbänder und -Lippen in SCP-XXX-DE-1 gleichmäßig im gesamten Würfel verteilt und verhält sich in der Ausbreitung wie normaler Schall.

Vor Beendigung der Prozedur muss das Mischverhältnis auf rot gestellt werden und die Subjekte innerhalb der Kammer müssen sich mindestens 1 Minuten akklimatisieren, bevor eine Absaugvorrichtung in der Deckenkonstruktion SCP-XXX-DE-1 absaugt und in exakt der selben Zusammensetzung wie die Ursprungsflüssigkeit wieder in das angeschlossene Reservoir einfüllt.

Bergungsinformationen: SCP-XXX-DE wurde 200█ im [ZENSIERT] Krankenhaus in [DATEN GELÖSCHT] entdeckt. Die Foundation wurde auf das Krankenhaus aufmerksam da dieses Krankenhaus eine ungewöhnlich hohe Überlebensrate bei kritischen Notoperationen hatte. Außendienstagenten der Foundation befragten den Leiterin der Notfallchirurgie, Dr. ████, welche nach eigenen Angaben von nichts außergewöhnlichem wusste. Sie wurde später von einem Dr. med. van Brül der Foundation erneut befragt, in der Hoffnung, dass sich Dr. ████ einem Kollegen anvertrauen würde. (Siehe Gesprächsprotokoll XXX-DE-a)

Der Würfel wurde sichergestellt und von Angestellten der Foundation nach Standort DE6 gebracht. Dort wurde in einer Versuchsreihe mit D-Klasse Personal Dr. ████ Beschreibung der Funktionsbeschreibung von SCP-XXX-DE untersucht und als sicher klassifiziert.

Anhang:

Gesprächsprotokoll SCP-XXX-DE-a

Befragung von Dr. med. ████, Chefärztin der Notfallchirurgie des Krankenhauses in ████. Befragung erfolgte durch Dr. med. van Brül der Foundation

Dr. van Brül: Dr. ████, was können sie mir zu dieser Kammer sagen?

Dr. ████ Ich weiß nicht wovon sie reden. Das ist ein normaler Hygieneoperationssaal für Lehrveranstaltungen.

Dr. van Brül: Warum verändert sich dann die Lichtfarbe? Und viel wichtiger: Warum überlebt jeder Patient mit einer noch so geringen Überlebenschance die Operation?

Dr. ████ wird sichtlich nervös

Dr. ████: Das Licht ist zum besseren Kontrast und unsere Chirurgen sind sehr begabte Ärzte!

Dr. Brül: Dr. ████, sie können mir nichts erzählen. Sagen sie mir die Wahrheit!

Dr. ████ lässt den Kopf hängen, verharrt eine Weile in dieser Position und seufzt deutlich hörbar

Dr. ████: Nungut. Sie geben doch sowieso nicht auf. Der Saal wurde von einem ehemaligen Ingenieur aus der Region entworfen und gebaut. Er hatte seine Frau bei einem Unfall verloren. Sie ist im OP verblutet. Danach war er wie besessen davon, Menschen zu retten. Er ist vor einem Jahr [DATEN GELÖSCHT]. Er war ein guter Mann und ein Freund von mir.

Dr. ████ beginnt zu schluchzen

Ende der Befragung

Abschließende Bemerkung: Dr. ████ gibt Dr. van Brül eine grobe Beschreibung der Funktionsweise von SCP-XXX-DE. SCP-XXX-DE wird sichergestellt und dem Krankenhaus wurde eine Baugleiche Kammer mit einstellbaren LED Strahlern zur Verfügung gestellt, um die Lichteffekte weiterhin zu simulieren. Dem betroffenen Krankenhauspersonal werden Amnestätika und neue Erinnerungen eingesetzt. - O4-Rat

Anmerkungen: Aufgrund des noch nicht ausreichend erforschten Langzeit-Einflusses von SCP-XXX-DE auf den menschlichen Organismus und seine Zellen darf SCP-XXX-DE außerhalb von Versuchen nur in Ausnahmefällen und mit Genehmigung von mindestens Stufe 3 Personal als Operationssaal genutzt werden.

Nachtrag: Seit dem Zwischenfall XXX-DE- Alpha

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