Der Hühnermann
Bewertung: 0+x

resized.jpg

Erste gute Aufnahme eines SCP-3199, die während der ersten Bergung gemacht wurde.

Objekt-Nr.: SCP-3199

Klassifizierung: Euclid Keter

Sicherheitsmaßnahmen: Alle lebenden Exemplare von SCP-3199 sind auf Standort-114 in einer humanoiden Keter-Isolierkammer einzuschließen, deren Wände mit etwa zwei Zentimeter dickem säurebeständigem Stahl zu beschichten sind. Zwischen dieser Kammer und dem sekundären Sicherheitsbehälter sind zwei Meter Leerraum vorgesehen.

Die sekundäre Sicherstellung besteht darin, alle lebenden Exemplare von SCP-3199 in einem festen Block aus starker, transparenter Substanz (derzeit klares Acrylharz) zu suspendieren.

Dieser Block hat sich in einer Höhe von mindestens drei Metern zu befinden, wobei stets ein bewaffneter Sicherheitsmann direkt vor der ersten Zelle stationiert ist. Ein achtstelliger Code kann beim derzeitigen Direktor von Standort-114 erfragt werden, um Zugang zur ersten Isolierkammer zu erhalten und das Verhalten und Aussehen von SCP-3199 aus der Nähe zu untersuchen. In einer Ecke der Sicherheitszelle ist jedoch eine Videoanlage zur Fernbeobachtung installiert.

Die sekundäre Sicherstellung ist regelmäßig auf Schäden zu prüfen. Jedes Anzeichen von aggressiven Aktivitäten wird vermerkt und der derzeitige Direktor von Standort-114 so früh wie möglich informiert.

Ein Verfahren für einen zeitweiligen Rückruf ist im Anhang 3199-03 beschrieben. Experimente, bei denen lebende Exemplare von SCP-3199 verwendet werden, sind ohne die Genehmigung von mindestens zwei Personen mit einer Sicherheitsfreigabe der Stufe 4 oder höher streng verboten.

Mit Stand vom 6. Dezember 2017 gibt es vier vorhandene und gesicherte Exemplare von SCP-3199.

Beschreibung: SCP-3199 ist eine empfindungsfähige, humanoide Spezies von derzeit unbekannter biologischer Herkunft, obwohl Gewebeproben auf Spuren von DNA von Haushühnern (Gallus gallus) und Schimpansen (Pan troglodytes) schließen lassen. Instanzen von SCP-3199 sind unbehaart, mit einer dünnen Eiweißschicht angefärbt und im Durchschnitt 2,9 Meter groß. Das Gewicht beträgt im Durchschnitt 780 kg für eine gereifte Instanz und 360 kg für ein geschlüpftes Exemplar. Die Hälse von SCP-3199 scheinen ausgerenkt zu sein und können sich um etwa 340° drehen, was vermutlich auf die Art des Reproduktionszyklus von SCP-3199 zurückzuführen ist.

SCP-3199 sind opportunistische Jäger, die in einem derzeit nicht identifizierten Radius in einem Radius von 0,6 Kilometern um die noch nicht voll ausgewachsenen Schlüpflinge herum nach lebendiger Beute Ausschau halten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird mit 25 km/h aufgezeichnet. Bei Kontakt mit menschlichen oder animalischen Individuen geht SCP-3199 in die [ZENSIERT] über, wobei innere Organe und Knochenstruktur verflüssigt werden. Der Kadaver wird dann zu den Jungen transportiert und als Nahrung verwendet.

Es wurden Instanzen von SCP-3199 beobachtet, die große Eier mit einer gebrochenen Weißfärbung und einem gummiartigen Aussehen gelegt haben. Diese Eier gelangen durch den Magen, die Speiseröhre und schließlich durch den Mund nach außen, gefolgt von einer zähflüssigen roten Substanz (die zunächst als eine Form der Plazenta angesehen, aber durch chemischen Abbau als hochgradig ätzend eingestuft wurde). SCP-3199 zeigt während des gesamten Prozesses extreme Schmerzen, wobei das Personal den Ton als "einem Schrei nicht unähnlich" beschreibt.

Vermutlich aufgrund einer biologisch eingewurzelten Methode zur Vermeidung von Ausrottung produziert SCP-3199 seine Eier, um verfügbaren Platz auszufüllen. Diese anomale Eigenschaft hat derzeit keine bekannte Grenze und kann daher ein Transmutationsszenario für Arten der LK-Klasse darstellen. Die Terminierung von SCP-3199 kann relativ einfach durchgeführt werden. Allerdings ist eine vollständige Ausrottung derzeit unmöglich schwierig, da alle Instanzen von SCP-3199 (unabhängig vom Alter) ein Ei im Magen tragen, wodurch das Überleben mindestens eines Mitglieds der Spezies jederzeit gewährleistet ist.

Eiproben haben sich als extrem widerstandsfähig erwiesen, ohne sichtbare Anzeichen von Beschädigungen nach Auslieferung an:

  • Extreme stumpfe Gewalteinwirkung.
  • Extremen Druck von mehr als 180.000 psi.
  • Hochpräzisionsklingen. (geriffelt und nicht geriffelt)
  • Langfristige Säurebelastung.

Die Verwendung von Sprengstoff aus der Nähe wurde vorgeschlagen, aber nie getestet. Es wurde festgestellt, dass Hitzeeinwirkung die Schlüpfrate beschleunigt, sodass bei einer Detonation die Gefahr eines Eindämmungsbruchs besteht. (Siehe Anhang 3199-04).

SCP-3199 wurde am 6. Oktober 2017 nach den Ereignissen eines Eindämmungsbruchs als Keter neu klassifiziert. Die ursprüngliche Eindämmungsmethode mithilfe von Wasser wurde eingestellt und durch die aktuelle Harzlösung ersetzt.

Anhang 3199-01:
Am █.█.2017 versandte O5-█ die folgende Mitteilung bezüglich SCP-3199:

Alle Experimente mit SCP-3199-Eierproben sind bis auf weiteres strengstens verboten. Die Schlüpfzeiten haben sich als zu unzuverlässig erwiesen, um eine umfassende Forschung zu rechtfertigen, und da die Folgen eines Eindämmungsbruchs immer offensichtlicher werden, hat der O5-Rat gemeinsam beschlossen, die Risiken an der Quelle zu beseitigen und Tests zu verhindern, bis neue Informationen auftauchen. Wir danken Ihnen für Ihre Zusammenarbeit.

SCP-3199 wurde in ██████, Irland entdeckt, nachdem Berichte über eine nicht identifizierte, "kahle" Kreatur, die "wie eine Todesfee weint", in einem dichten Waldgebiet, die Entsendung von MTF Omega-19 ("Omelett") herbeiführte. Zwei Mitarbeiter wurden während des Einsatzes verloren, ihre inneren Organe und Kiefer waren fast vollständig aufgelöst. Während des Transports brachte SCP-3199 zwei Nachkommen hervor, was den Tod von weiteren sechs Personen zur Folge hatte. Es ist völlig unbekannt, wie die erste Instanz von SCP-3199 entstanden ist. Um eine gründliche Untersuchung des ursprünglichen Bergungsortes wird sich derzeit gekümmert.
(Siehe Anhang 3199-02).

Anhang 3199-03: Protokoll 34-22-B - "Gewildert"

Bezüglich der Wiedereindämmung von SCP-3199. Im Falle eines Bruchs wird das folgende Verfahren eingeleitet.

  • Personal am Standort mit einer Sicherheitsfreigabe der Stufe 1 oder höher setzt das Standard-Sperrverfahren um und begibt sich sofort zu Standort-113, sofern keine andere Anweisung vorliegt.
  • Standort-114 ist vollständig mit destilliertem Wasser zu füllen, das mit Beruhigungsmitteln der Klasse A behandelt wurde.
  • Das Flächenteam Tango-306-A wird benachrichtigt und entsandt und angewiesen, alle Exemplare der Eier von SCP-3199 zu bergen.
  • Alle lebenden Exemplare von SCP-3199 werden bei Sichtkontakt terminiert und ihre verbleibenden Eier eingesammelt.
  • Alle Eiproben sind in eine vorübergehende, außerhalb des Standorts befindliche Sicherstellung zu transportieren.
  • Dann wird Standort-114 trockengelegt und Hausmeisterpersonal zur gründlichen Säuberung des Gebiets entsandt. Personal, das versucht, zu Standort-114 zu gelangen, bevor diese Inspektion abgeschlossen ist, wird festgenommen und entsprechend suspendiert.

Notiz: Einige Mitarbeiter haben sich skeptisch gezeigt, was die Notwendigkeit des aktuellen Durchbruchsprotokolls von SCP-3199 betrifft. Wir haben Grund zu der Annahme, dass Flüssigkeit ein hervorragendes Gegenmittel zu den anomalen Reproduktionseigenschaften von SCP-3199 ist. Es scheint in Gegenwart von Flüssigkeit in einen ixothymen Zustand zu geraten, unabhängig von Dicke oder Klarheit. Es gibt zwei Theorien zu diesem Vorkommen:
1. Das Überlebensbedürfnis von SCP-3199 verlangt, dass es seine ganze Aufmerksamkeit darauf konzentriert, nicht zu ertrinken. Es ist möglich, dass wir eine Lücke in seiner eigenen Natur gefunden haben.
2. SCP-3199 betrachtet die Flüssigkeit um es herum als "vollen Raum" und produziert daher keine Jungtiere wenn untergetaucht.
Die letztere Theorie enthält mehr Wasser, da SCP-3199 beim Untertauchen völlig inaktiv zu sein scheint. Ich glaube, ich spreche im Moment für gesamt Standort-114, wenn ich sage, dass es eine Erleichterung ist, zumindest eine konsistente Methode der Eindämmung zu haben.
-Dr. Watt
5.12.2017

Anmerkung: Ich wünsche den Familien derer, die während der ersten Bergung von SCP-3199 verloren gegangen sind, das Allerbeste. Darüber hinaus möchte ich offiziell beantragen, dass Gfr. Duncan zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein Amnesikum der Klasse B verabreicht wird. Keine Ausreden.
Dr. E. Ewing
Direktor von Standort-114

Anhang 3199-04: Versuchsprotokolle

Sofern nicht anders angegeben, steht der Inhalt dieser Seite unter Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License