Magnetresonanztomographie des befallenen Gehirns eines Testsubjekts mit weißen Erregern und dunklem assimiliertem Nervengewebe.
Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE
Klassifizierung: Euclid
Sicherheitsmaßnahmen: Eine einzige Petrischale mit SCP-XXX-DE-Erregern ist in einem via Retinalscanner verschlossenem Tresor im virologischen Forschungslabor in Standort-DE6 aufzubewahren. Lediglich zugewiesenes Forschungspersonal hat Experimente mit SCP-XXX-DE durchzuführen. Bei einem Eindämmungsbruch durch entflohene infizierte Subjekte sind dieselben zu terminieren und einzuäschern.
Beschreibung: Bei SCP-XXX-DE handelt es sich um einen anomalen Vertreter des Rabiesvirus mit einzelsträngiger RNA und negativer Polarität. Gelangt infektiöser Speichel durch eine Bisswunde in den Körper eines Menschen, werden binnen weniger Stunden dunkelbraune bis schwarze nekrose Auswüchse um den kontaminierten Bereich erscheinen, da der Erreger die Proteine aus der Haut als Nahrung aufnimmt, um sich zu vermehren. Wird die Gliedmaße nicht amputiert,1 breitet sich das Virus weiter im Körper aus, wobei es primär das Rückenmark in der Wirbelsäule anfällt und schließlich ins Gehirn gelangt. Dort angekommen, nutzt es seine Amoebastome, um das Nervengewebe zu fressen, zu verdauen und auszuscheiden, woraufhin es sich neu mit dem gesamten Gehirn vernetzt. Diese Restrukturierung führt zu einem baldigen Tod des Subjekts durch eine Gehirnenzephalitis, der allerdings Krämpfe, Konvulsionen, Halluzinationen, Migräne, Sinnesstörungen und weitere nekrotische Auswüchse vorausgehen.
Nach dem klinischen Tod des befallenen Subjekts wird es innerhalb eines Tages auf unbekannte Weise reanimiert, was bei Langzeitüberwachungen infizierter Personen gleichzeitig mit der vollständigen Assimilation des Gehirns geschah. In diesem Zustand scheinen die Infizierten auf ihre Instinkte reduziert zu sein und werden Tiere sowie Menschen angreifen, um sie zu fressen, wohingegen bereits infizierte Personen vermieden werden. Auch in diesem Zustand zeigen die Opfer noch Muskelspasmen, was auf die degenerierte Muskel- und Gehirnmasse zurückzuführen ist.
Nachtrag: Infolge eines Experimentes zeigte ein infiziertes Subjekt (D-6723) einen vom erwarteten Verhaltensmuster abweichenden Habitus, als es in einer Ecke der Zelle zu kauern begann und leise schluchzte. Dies wird auf einen paralytischen Krankheitsverlauf durch SCP-XXX-DE zurückgeführt und stellt einen Einzelfall dar. Dem Probanden wurden Beruhigungsmittel verabreicht, woraufhin die erste Magnetresonanztomographie bei einer paralytischen SCP-XXX-DE-1-Instanz durchgeführt werden konnte. Auch hier zeigte sich eine fortschreitende Assimilierung der Gehirnmasse, was schlussendlich zum Tod des Subjekts und dessen Reanimation führte. Namhaft ist, dass besagtes Subjekt zwar ebenfalls andere Menschen anfiel, jedoch viel öfter und vor allem bei etwaigen Auseinandersetzungen Muskelspasmen zeigte. Der Grund hierfür bleibt unklar.
Interview mit D-4738
Vorwort: Dieses Gespräch kam zustande, nachdem D-4738 im Zuge eines Tests mit SCP-XXX-DE infiziert wurde und ebenfalls einen paralytischen Verlauf zeigte. Jedoch schien das Testsubjekt weiterhin zur Kommunikation fähig zu sein, was auf einen bis dato unentdeckten Hirntumor zurückzuschließen ist, der scheinbar die Assimilierung seines Nervengewebes verlangsamte.
D-4738 kauert in der südöstlichen Ecke der Testkammer, während Dr. Kohl die Fernsprechanlage benutzt, um mit dem Subjekt zu kommunizieren.
Dr. Kohl: D-4738, wie fühlen Sie sich?
D-4738: Mein Kopf… aah!2 Alles kribbelt, alles schreit Ich hab' so Hunger!
Dr. Kohl: Können wir Ihnen helfen?
D-4738: Erschießt mich einfach! Ich… ich will das nicht tun.
D-4738 schnellt hoch, fällt aber kurz darauf wieder hin.


