Der Gesichtslose
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Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-XXX-DE muss sich zu jeder Zeit in einer 5 m x 5 m x 3 m großen Standardeindämmungszelle für humanoide Entitäten befinden, deren Wände aus 4 cm dickem Stahlbeton bestehen. Zudem dürfen alle Oberflächen rund um SCP-XXX-DEs Zelle keine komplexen Strukturen, Farben oder Muster aufweisen, und Lampen in diesem Bereich müssen so platziert werden, dass geworfenes Licht sich gleichmäßig auf alle Oberflächen verteilt. Es darf nicht gewährleistet werden, dass auf jeglichen Strukturen um den Eindämmungsbereich optische Details wahrgenommen werden, die ansatzweise an ein Gesicht erinnern. Die zur Beleuchtung verwendeten Lampen dürfen nur minimale Wärme absondern, weshalb Energiesparlampen verwendet werden. Klimaanlagen müssen überall im Umkreis von hundert (100) Metern die Lufttemperatur auf einem einheitlichen Level halten, bei 18°C.

Da bei Beeinträchtigung dieser genannten räumlichen Integrität Gebilde entstehen können, die an ein Gesicht erinnern, ist es strengstens verboten, Wände, Decken oder Böden um den Eindämmungsbereich, ausgenommen SCP-XXX-DEs Zelle selbst, zu beschmutzen oder zu beschädigen. Bei Zuwiderhandlung erfolgt die sofortige Degradierung zu einem Stufe 1 Mitarbeiter und die Verabreichung eines Klasse A-Amnesikums. Bei unabsichtlicher Beschädigung der besagten Strukturen müssen entstandene Schäden sofort repariert werden, wobei keine Spuren der Reparatur entstehen dürfen.

Die Reinigung der Zelle wird monatlich von einem Mitarbeiter der Klasse-D verrichtet, wobei dieser mit einem Vollschutzanzug ausgestattet wird, welcher keinen Hautkontakt zwischen SCP-XXX-DE und des Trägers zulässt. Dieses Reinigungspersonal muss anschließend vier (4) Tage zur Abtötung des potenziell übertragenen Viruses in eine Isolationszelle gesperrt werden. (Genauere Informationen zu dem Aufbau dieser Isolationszelle und zum Ablauf der Isolation ist in Anhang 1 zu finden.)

Im Falle eines Eindämmungsbruches müssen rund um SCP-XXX-DEs Zelle in einem Radius von hundert (100) Metern alle Lichter und andere elektronische Gerätschaften abgeschaltet werden, der Bereich wird durch Türen von den anderen komplett getrennt und eine Spezialeinheit, ausgestattet mit Wärmebildkameras , wird zur geteilten Suche nach allen Mitarbeitern und SCP-XXX-DE selbst in den Bereich um SCP-XXX-DEs Zelle geschickt. Bei der darauffolgenden Eindämmung von SCP-XXX-DE muss es zuerst durch Betäubungspfeile gelähmt und danach, durch den Einsatz von metallenen Greifwerkzeugen, zurück in seine Zelle getragen werden. Der genannte Bereich wird anschließend dekontaminiert und die Mitglieder, die mit SCP-XXX-DE in Kontakt gekommen sind, müssen sich in die vorher genannten Isolationszellen begeben, wobei ihnen die Augen durch eine spezielle Augenbinde verbunden werden.

Beschreibung: SCP-XXX-DE ist eine ca. zwei Meter hohe, schlanke, humanoide Figur mit dünnen Gliedmaßen und keinen erkennbaren weiteren Körperauswüchsen wie Fingern oder Zehen an Armen und Beinen. Seine Haut ist schwarz und ledrig, wobei jegliche Körperbehaarung fehlt. Zudem besitzt SCP-XXX-DE keinen Kopf und nur einen Stumpf anstelle des Halses, doch trotz jener Absenz des Schädels und damit des Gehirns verfügt SCP-XXX-DE über sehr schnelle Reflexe und erringt körperliche Höchstleistungen. Es ist zwar manchmal zu beobachten, dass SCP-XXX-DE auf zwei Beinen läuft, doch seine ursprüngliche Fortbewegungsmethode ist das Laufen auf allen Vieren.

Außerdem besitzt SCP-XXX-DE trotz fehlenden Ohren ein gutes Gehör, ist jedoch blind. Es sondert von Zeit zu Zeit ein dickflüssiges, schwarzes Sekret ab, welches Talg sehr ähnelt und verhält sich gegenüber Menschen aggressiv, was sich in ruckartigen Bewegungen zu seinen Opfern hin zeigt. Bei ihnen angekommen umklammert SCP-XXX-DE die Person rasch und versucht, Hautkontakt mit ihr zu schließen. Danach will SCP-XXX-DE schleunigst entkommen, wobei es manchmal zu willkürlichen Angriffen auf weitere Personen, quasi einem Tobsuchtanfall, kommen kann.

Auf SCP-XXX-DEs Haut lebt ein Virus, fortan als SCP-XXX-DE-1 bezeichnet, welches bei Hautkontakt mit SCP-XXX-DE auf die Person, welche mit SCP-XXX-DE in Kontakt kommt, übertragen wird. Die infizierte Person wird fortan SCP-XXX-DE-A genannt. Von SCP-XXX-DE-A kann das Virus auf keine weiteren Personen mehr überspringen, seine Virulenz sinkt auf null. Die Inkubationszeit von SCP-XXX-DE-1 beträgt zehn bis zwanzig Minuten. Die einzige natürliche Heilung von SCP-XXX-DE-1 liegt in einer viertägigen vollständigen Isolation, da danach alle Viren durch die Antikörper des menschlichen Körpers vernichtet worden sind. Auch wenn diese Heilung erfolgreich war, bildet der Körper des Betroffenen aus bisher ungeklärten Gründen keine bleibende Immunität gegen SCP-XXX-DE-1.

Zuerst spürt SCP-XXX-DE-A bei der Infektion außer einem kalten Hauch, der bei vierzig Prozent der Testpersonen auftrat, keine Veränderung. Der anomale Effekt von SCP-XXX-DE-1 manifestiert sich erst dann, wenn SCP-XXX-DE-A durch die angeborene, menschliche Pareidolie in seiner Umgebung ein menschenänliches erkennt, wobei eine Regel gilt: Je abstrakter die Konstellation ist, in der man ein Gesicht erkennt, desto wahrscheinlicher tritt der Effekt von SCP-XXX-DE auf. Die Grenzen hier verlaufen jedoch sehr schwammig (Siehe Anhang Test 1).

Bei Erfüllung dieser Kriterien beginnt diesem Gesicht ein zweidimensionaler Körper zu wachsen, der dem von SCP-XXX-DE ähnelt. Dieser Vorgang ist nach ca. fünf Sekunden abgeschlossen, woraufhin sich der Körper vom Gesicht, also dem Kopf, löst und in die dritte Dimension übergeht. Dieser neugeborene Körper beginnt dann, auf SCP-XXX-DE-A zu zulaufen und tötet SCP-XXX-DE-A anschließend durch Strangulieren. Auf diese Weise entsteht ein exaktes Abbild von SCP-XXX-DE, welches alle Eigenschaften und Merkmale des Originals aufweist. Alle bisher mittels Tests erzeugten Instanzen von SCP-XXX-DE konnten durch starke Waffengewalt neutralisiert werden, jedoch zeigt sich SCP-XXX-DE sehr hartnäckig und besitzt die Gabe zur kurzzeitigen erhöhten Regeneration.

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