Archetyp - SCP-Übersetzung
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Objekt-Nr.: SCP-218

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-218 wird innerhalb eines Standardaquarium (Salzwasser) gelagert. Die Wartung des Tanks darf einzig von unbemannten Drohnen durchgeführt werden. Es sind keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Beschreibung: SCP-218 ist ein raubtierhafter Kolonialorganismus, welcher ungefähr 1800 kg wiegt und aus mehreren hundert parasitären Neunaugen besteht, die der Familie der Petromyzontidae angehören und als Petromyzon anomalis bezeichnet werden. Einzelne Exemplare der Petromyzon anomalis weisen eine Länge zwischen 50 und 90 cm im Durchschnitt auf, und ähneln in ihrer Erscheinung dem gewöhnlichen Meerneunauge, (Petromyzon marinus) mit der grundlegenden Ausnahme von komplexen Mustern auf der Haut im ultravioletten Spektrum. Einzelne Neunaugen können aus der Primärmasse ausbrechen und sich aus eigener Kraft fortbewegen, wobei sie sich ähnlich wie nicht-anomale Exemplare verhalten. Diese freibeweglichen Einheiten bleiben in der Umgebung des Primärkörpers von SCP-218, bis sie von den anderen Teilen der Kolonie eingefangen und verzehrt werden. Die Zentralmasse von SCP-218 beinhaltet die Primärorgane des Organismus, sowie einen muskulösen Fuß zur Fortbewegung. SCP-218 kann ohne Wasser für bis zu eine Stunde überleben, ist aber in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt.

Freibewegliche Einheiten von SCP-218 produzieren ein lähmendes Gift, welches durch Beißen oder durch die Schleimscheide der Neunaugen übertragen wird. Dieses Gift hemmt die Bewegungsmuskulatur und betäubt das Ziel durch Schmerz – sämtliche anderen internen und mentalen Prozesse werden davon nicht betroffen. Bisher wurde noch nicht er-forscht, ob der lähmende Effekt sich auflöst und es wurde noch kein wirksames Gegenmittel gefunden.

Frühe Beobachtungen ließen Forscher glauben, dass SCP-218 sich durch die parasitären Implantationen der freibeweglichen Einheiten in einen Wirtskörper reproduziere – mittlerweile konnte festgestellt werden, dass es sich bei diesem Verhalten um ein atypisches Fressverhalten handelt, im Zuge dessen sich zahlreiche freibewegliche Einheiten für mehr als 48 Stunden in den Köper der immer noch lebenden Beute graben, bevor der normale Konsum wieder aufgenommen wird.

Anhang-01: Körperliche Untersuchungen von SCP-218 kurz nach der Eindämmung zeigten, dass die Primärmasse mehrere fremde Objekte beherbergte, welche in der Köperhöhle enthalten waren. SCP-218 wurde aus seinem Eindämmungstank herausgenommen und ruhig gestellt, um eine Operation zu ermöglichen.

Die aus SCP-218 entnommenen Objekte waren unter anderem:

  • 33 Perlen, durchschnittlich 3 cm im Durchmesser. Löcher, die durch jede einzelne gebohrt wurden, deuten darauf hin, dass sie zuvor Teile einer Halskette waren.
  • 1 Delfinfigur, aus geschliffene Koralle geschnitzt.
  • 2 Goldarmbänder
  • 4 Haarnadeln aus Knochen
  • 1 Haarkamm aus Schildpatt
  • 1 Knochenfigur von SCP-218. Weist Anzeichen von starkem Verschleiß durch Handhabung auf.
  • 1 menschliches Skelett, es handelt sich um das eines weiblichen Kindes, dessen Alter auf zwischen 4 und 6 Jahre geschätzt wird. Das Skelett ähnelte Kreide in seiner Konsistenz und war mit 135 Perlen verziert.
  • Ein Schulterblatt (vermutlich das eines Rothirschs) – graviert mit drei humanoiden Figuren, zwei Erwachsenen und einem Kind. Vermutlich das Subjekt und die Eltern.

Sowohl das Skelett, als auch die Artefakte stammen aus einer Zeit um etwa 7500 v. Chr., ähneln jedoch nicht den Artefakten anderer neolithischer Gruppen in der Region ihrer Entdeckung.

Anhang-02: Das Verhalten von SCP-218 wurde nach Entfernung der oben genannten Gegenstände deutlich aufgewühlter: Die Entität schlug gegen die Wände ihres Tanks oder versuchte, diese zu erklimmen.

Als eine der Haarnadeln wieder in den Eindämmungstank zurückgelegt wurde, benutzte SCP-218 eines seiner Koloniebestandteile als Manipulator, um die Nadel zurückzuholen und platzierte sie anschließend durch einen großen Schließmuskel im Inneren seines zentralen Hohlraums. Dieser Rücken-Schließmuskel existierte bis zur Entfernung des Körpers und der Artefakte noch nicht.

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