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Warnung: Wenn du das Ende von Ecce Perago mochtest, lies nicht weiter. Wenn du den Gedanken einer dunklen Foundation liebst, oder keine Toleranz für kitschige Enden hast, ist das wahrscheinlich keine Geschichte, die du lesen möchtest. Wenn du aber sehen willst, wie der neue Administrator das bekommt, was er verdient, lies weiter.

Fünfzehn Minuten hat es gedauert. In fünfzehn Minuten hatte sich die Welt verändert, selbst wenn niemand es mitbekommen hatte. Der Administrator sah sich seine Arbeit an und war stolz. Seine Vorgesetzten hatten seine Ideen nie gemocht. Sie glaubten alle, dass der freie Wille irgendeine große Idee war. Nur der Administrator wusste, dass die Menschen dumm waren. Sie mussten geleitet werden. Sie mussten geführt werden. Und er war es, der dies jetzt machen sollte, mit all der Macht unter seinen Fingerspitzen.

All diese Macht. Man sagt, dass absolute Macht einen Menschen absolut korrumpiert.

Ach. Nah dran, für Foundation-Verhältnisse. Der Administrator grinste unter seinem Schnurrbart, als er begann, die Veränderungen, die die Welt in einen neuen, besser geordneten Zustand bringen würden, vorzubereiten. Er ahnte jedoch nicht, dass seine Pläne nicht die Einzigen dort draußen waren. Die Foundation plante alles mit ein. Sogar einen korrupten O5.

13

Alle seine Pläne waren nach einem bestimmten Grundsatz ausgerichtet, einer hoffnungsvollen Lüge. Dem neuen O5, der eingestellt wurde, wurde gesagt, dass es keinen O5-13 gäbe. Man sagte ihm, dass die Stimme von Dreizehn unter den anderen abgewechselt wurde. Das stimmte auch. Der 13. O5 hatte keine temporale Kraft. Auch wenn er oft eingeladen wurde, den Aufsichtsratstreffen zuzuhören, und viele der anderen O5-Ratsmitglieder schätzten seine Sichtweise, war er nie wirklich einer der … stabilsten Menschen.

Also, es war so: Der 13. O5 hatte sein Zuhause in einem Standort gefunden, der nicht wirklich ein Standort war. Während diejenigen, die dort gewesen waren, nichts Ungewöhnliches daran sahen, stand Standort-67 in keinem der offiziellen Bücher der Foundation. Es war ein SCP, ein wirklich starkes und bekannt unter dem Namen "kleine Black Box." Keine Nummer, nur ein Name. Das Haus. Der einfachste Weg etwas zu verstecken ist, es so offensichtlich zu machen wie möglich. Also hatte man darum ein Naturdenkmal gebaut und die, die es besuchten, glaubten, es sei nur ein weiteres SCP.

Der Dreizehnte war ein außergewöhnlicher Mann. Um in diesem Haus zu überleben, musste man einer sein. Nach allem ist Zeit innerhalb dieses SCP unnatürlich. Würde man sich eines Ausdrucks aus der Populärkultur bedienen, könnte man den Ausdruck „Wibbelig Wackeliger Ball“ verwenden. Innerhalb des Hauses folgte Ursache nicht oft der Wirkung, und sie konnten leicht eine Schleife ineinander bilden. Also musste Dreizehn anders sein, er musste in mehr Dimensionen denken als ein einfacher Mensch. Das resultierte natürlich darin, dass er, nach unseren Definitionen, nicht komplett da war.

"Ich denke, dass du die Menschen langweilen könntest. Das ist einiges an Hintergrundgeschichte, die man durchnehmen muss."

… Natürlich, wenn man eine lange Zeit damit verbringt, seinen Geist dazu zu benutzen, die Bedeutung überirdischer Macht und Horror zu erkunden, verwirrt einen manchmal die Frage, ob der Raum, in dem man gerade ist, drei oder vier Wände hat. Anstatt alles zu erklären, lass uns schauen, was passiert.

"Danke.", sagte Dreizehn, zu niemand bestimmten. Es gab nur wenige, die sein Büro betreten würden. Standort-76 bekam nicht viele Besucher. Dreizehn ist ein großer Mann, mit roten Haaren und blasser Haut, aber ohne Sommersprossen. An den Wänden standen viele Bücherregale und noch mehr Bücher blieben irgendwie an ihrem Platz in den Regalen unter der Decke. Ein einfacher, alter Computer steht auf dem Schreibtisch. Ein Apple IIe, der immer noch neu und unberührt aussieht. Er ist gerade in die Berichte der (aus seiner Sicht) neusten Expeditionen in sein Haus vertieft, als ein rotes Licht auf dem Bildschirm anfing zu blinken.

"Was ist denn das alles? Ah, ja, die Mann-Übernahme.", murmelte er zu sich selbst. Er sprach oft mit sich selbst. Manchmal ist er sogar noch im Raum, wenn er mit sich redet. Manchmal antwortet er sich. Es hilft. "Ich dachte, dass ich noch eine Woche habe, bevor es passiert." Seine Finger rasten über die Tastatur und er las die Berichte, die gerade eingetragen wurden. "Oh, ja, interessant. Volles TPK. Naja, fast voll. Ha. Du hättest dir mehr Zeit zur Recherche nehmen sollen, Mann. Du warst schon immer zu ungeduldig. Naja, mal schauen, wie wir die Sache angehen." Dieser Kommentar schien an den alten Mann zu gehen, der an seiner Tür stand und scheinbar immer noch seine Gartenscheren hielt.

In der Foundation gab es immer einen Notfallplan. Jeder O5 hatte immer ungefähr ein Dutzend in der Hand, nur für den Fall. Mann hatte die Pläne gefunden, die die O5 beschützten, aber von den Ersatzprotokolle wusste er nichts.

Diese initialisierte Dreizehn nun mit wenigen Mausklicks.

12

"Ist er … ist er tot?" fragte der namenlose Assistent, den wir ab jetzt einfach Tim nennen, um das Erzählen etwas einfacher zu machen. Er schaute durch die Tür. Nachdem er sich beruhigt hatte, nahm er sich den ersten Agenten den er sah.

"Jo." Agent Lament tat so, als wenn er den Puls der Leiche überprüfen würde und lehnte sich dann auf seinen Hacken zurück. "Das erkennst du doch schon am großen, klaffenden Loch, wo eigentlich sein Brustkorb und sein Unterkiefer sein sollte." Lament nahm die Brille von den Augen des ehemaligen O5, neugierig, wessen Augen er wohl sehen würde. Jedenfalls keine, die er kannte.

"Nun, Sir, Ich-", Tim pausierte kurz, seine Augen glitzerten. O5-4 war nicht der Einzige, der Befehle in die Köpfe von Menschen pflanzen konnte. "Im Namen der mir übertragenen Autorität soll derjenige, der die Brille von seinem Körper nimmt, an seiner Stelle O5-12 genannt werden. Agent Lament, Sie waren nie die erste Wahl, aber Sie haben das, was wir brauchen … hoffe ich." Tim fiel um, sein Kiefer tat weh. "Ich … zu was habe ich dich gerade ernannt …?"

Lament konnte nicht anders, als zu lächeln. Ein O5 zu sein war nicht wirklich sein Ziel gewesen, aber, da es ihm angeboten wurde …

"Nun. Vielleicht kann ich keinen besseren Job machen als diese arme Seele, aber wenigstens kann ich-"

Er setzte sich die Sonnenbrille auf.

"… meinen Alkohol halten."

11

Clef setzte sich zurück und schaute auf den toten Körper. O5-11 war ein guter Freund gewesen, vor langer Zeit. Elf, oder, wie er damals genannt wurde, "Jings" war der Agent, der Clef trainiert hatte, als er der Foundation beigetreten war. Als Jings befördert wurde, hatte Clef gehofft, dass er einige Dinge verändern würde. Sie hatten zusammen Pläne geschmiedet, über gewisse Sachen geredet. Sie hatten Großes vor, mit Jings als O5, um die Foundation zu verbessern.

Aber nichts hatte sich verändert. Oh sicher, am Anfang hat Elf einige Sachen verbessert. Hier und da hat er die Beschränkungen von "Sicher"-klassifizierten humanoiden Lebewesen etwas gelockert, aber er hat keine von ihnen entfernt, so wie sie es geplant hatten. Er hat nichts gegen die D-Klassen-Tode getan. Vielleicht war er einfach nur ein weiterer O5 geworden, der jeden zermürbte, der versuchte, etwas zu verbessern.

Mann war vielleicht nicht die beste Wahl als Anführer, aber wenigstens er würde seinem Plan folgen.

Ha! Als wenn Clef irgendjemanden die Führung überlassen würde. Die einzige Person, der du trauen kannst, bist du selbst. Clef beugte sich über den Körper seines toten Freundes und nahm sein Armband.

"Wenn du nach dem Schachmatt einen weiteren Zug gehabt hättest, hätte ich das gesagt. Lass uns einfach sagen, dass ich gewinne." Er legte es um sein eigenes Handgelenk. "Ich gewinne immer."

10

Einige Machtübertragungen waren episch. Manche waren recht interessant. Im Fall von Zehn war es eine einfache E-Mail, markiert als "Wichtig", die in Dr. Mooses Posteingang auftauchte. Sie nahm sich einen Moment um den Inhalt zu lesen, dann ächzte sie und rollte mit den Augen. "Wirklich? Ich eine O5? Scheiß die Wand an."

9

O5-9 war der unglücklichste O5.

Dr. Bright schaute auf sein Telefon und zog eine Grimasse. "Scheiße, Neun ist schon wieder gestorben?" Er tippte seine Finger zusammen, erschrocken darüber. Es gab gerade niemanden am Standort, der die Spezifikationen für- nein warte … Es gab da einen. Ja. Zwei Fliegen, eine Klappe. "Joshua!", rief er seinen Sekretär. "Gib Agent Elroy Bescheid, dass er mich bei den Fahrstühlen treffen soll."

Einige Minuten später, fuhren der Doktor und der Agent zusammen den Hauptschacht herunter. Bright starrte entschlossen die Nummern an, als sie runterzählten, in Richtung Boden. Yoric hingegen zappelte, summte etwas und war nervig. Es war seine Gabe. Endlich, als er sich nicht länger zurückhalten konnte, sprach er: "Schau, Jack, wenn es um den Vorfall in der Cafeteria letztens geht-"

"Darum geht es nicht."

"Ah, dann darum, dass ich Kane mit Erdnussbutter gefüttert hatte, schau, es war wirklich lustig-"

"Das ist es auch nicht."

"Das Mädchen hat mir gesagt, dass sie 18 sei!"

"… diese Entschuldigung hat auch noch nie für mich funktioniert. Yoric, du wirst gerade in ein Geheimnis eingeweiht, das einige Stufen über deiner aktuellen Freigabestufe ist. Also, sei ruhig und tu, was ich dir sage."

Der Rest der Fahrt verlief ruhig. Wenn er irgendein anderer Doktor gewesen wäre, hätte er sich Sorgen über das gemacht, was er plante. Aber Jack hatte aufgehört emotionale Verbindungen zu seinen Mitarbeitern aufzubauen. Er wusste, dass es immer schlecht endete.

Der Fahrstuhl hielt am Ende … und fuhr dann einige Zeit seitwärts weiter. Yoric sah den Doktor fragend an, aber entschied sich, keine Frage zu stellen, zumindest bis die Fahrstuhltüren aufgingen und eine weitere Tür offenbarten: "Neun Sechs Drei Zwei? Warte, es gibt mehrere von dir?"

Jack öffnete die Tür und trat ein. Der Raum war klein, ein großes Fenster zeigte den Raum darüber, in dem eine Box auf einem Podest stand. "Yoric. Das hier ist ziemlich wichtig. Ich will, dass du in diesen Raum gehst, die Box öffnest und das Objekt daraus hierherbringst." Er seufzte. "Mir wurde erlaubt, dir den 006 zu geben, den du wolltest. Aber nur, wenn du mir den Inhalt der Box bringst."

Vorsichtig, aber optimistisch ging Yoric Elroy in den nächsten Raum. Dr. Bright verschloss die Tür hinter ihm und drehte sich dann zu dem Fenster, um zu beobachten. 963-2 war immer sein kleines dreckiges Geheimnis gewesen. Es war seine Schuld gewesen, dass es erschaffen wurde. Yoric öffnete behutsam die Box und als ihm nichts entgegensprang, griff er mit einem Handschuh nach einem komischen Metall-Symbol. "Das ist- AU!" Der Agent schrie vor Schmerz, während sein Körper von einer unsichtbaren Kraft ergriffen wurde. Seine Knochen, sein Fleisch, sein gesamter Körper wand sich in verschiedene Richtungen. Bright stand und starrte, mit seinen Händen hinter seinem Rücken. Das passierte, wenn man mit minderwertigen Materialien arbeitet. Nun ja, es spielte keine Rolle. In ein paar Minuten würde es Yoric nicht mehr geben und sein Körper würde als O5-9 wiederauferstehen, als O5-9, der O5, der dachte, dass er unsterblich sein könnte. Bright würde ihn wieder auf Tour bringen müssen. Einer der Probleme von 963-2: Es konnten nur die Erinnerungen bis zu dem Zeitpunkt vom ersten Tod von Neun kopiert werden. Aber das war egal.

Am Ende war O5-9 der unglücklichste O5.

8

Desiree Talleh betrat die Wohnung der O5, als ob sie ihr gehören würde. Sie hatte die Angewohnheit an der richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und jetzt? Sie würde wieder an der richtigen Stelle sein, zur richtigen Zeit sein und zu einem O5 werden.

Desiree war ein junges Mädchen afrikanischer Abstammung. Ihr Haar zu Cornrows geflochten. Sie sah die Welt durch eine Aschenbecherbrille. Sie öffnete die Badezimmertür und trat ein, um das Wasser mit einem Topflappen abzustellen. Mit etwas Abneigung schaute sie auf die Überreste von Acht. Pah. Es war ihre Entscheidung gewesen, Acht zu werden. Wenn irgendjemand sie stoppen wollte, nun, dann hätte sie es wahrscheinlich viel länger im Voraus geplant als die andere Seite. Sie hatte keine Angst davor, Freunde um Hilfe zu bitten, wenn es um schwierige Situationen ging.

"Ich und Clef als O5? Was ist nur aus der Foundation geworden. ALs nächstes bitten sie wohl auch 343, dass der dem Rat beitritt." Und sie lachte über ihren kleinen Witz.

7

Dr. Gerald sah nach unten auf das brennende Wrack des Fahrzeuges. Die Flammen waren meilenweit zu sehen. Stücke des Autos waren über das obere Drittel der Straße verteilt, auf dem sie gefahren sind. Er drehte seine Hand hin und her und begutachtete das aus Elfenbein geschnitzte Stäbchen, das durch die Mitte seiner Hand getrieben war. "Nun, das heißt wohl, dass ich nun ein O5 bin, was?"

Er sah nach unten und beobachtete den Untergrund weit unter ihm. "Wenn ich jetzt nur aus diesem Baum kommen würde."

6

Black schaute auf das, was er vollbracht hatte, seine Augen wurden ein wenig feucht, aber nur ein wenig. Sein Mentor, sein Partner, beide tot durch seine Hand. So hätte es nicht laufen sollen. Er war dafür bestimmt gewesen, sein Leben für Sechs zu geben. Thompson war zu gut, um wie ein Trottel zu sterben. Aber so war es nun einmal passiert. Alles was er nun machen konnte, war weiterzumachen.

Der erste Schritt war, die Pistolen von Sechs zu entfernen. Sie waren nichts besonderes, aber sie bedeuteten Black etwas. Die perlenbesetzten Pistolen waren hinter seinem Gürtel versteckt, der Hut saß fröhlich auf seinem Kopf. Dann, hob Black vorsichtig und ehrfürchtig den Stock auf. "Das wird nicht so stehen bleiben. Du sollst gerächt werden."

5

"Ich fühle mich verdammt nochmal wie Dorothy.", grummelte Sorts, als er O5-5 die Schuhe von den Füßen zog. "Wirklich? Schuhe? Wer macht denn bitte Schuhe zu einem Autoritätsobjekt?" Er erschrak, als er sie näher betrachtete. "Okay, das fühlt sich irgendwie komisch- ACH DU SCHEIẞE, das ist Menschenhaut!"

Er machte eine Pause und dachte kurz darüber nach. "Eigentlich sollte mich das nicht überraschen. Diese Widerlinge… die überraschen mich. Scheiße, ich hasse diese Idioten."

Als er wegstolzierte, um einen Weg zu finden, um die Schuhe für ihn anpassen zu lassen, tanzten ein Dutzend Instanzen von SCP-5555-J über den Körper des ehemaligen O5. Sie sangen in einer Art Eintracht. Ich bin mir sicher, dass du das Lied kennst. Es beginnt mit "Ding dong".

3

"Hey. Josh."

"Was geht, Gnosis?"

"Das Programm ist abgestürzt."

"Welches?"

"Das, das all die Erinnerungen in den Cray aufnimmt."

"Ach, Scheiße. Naja, benutz einfach die Backups und starte das verdammte Ding neu."

"Kein Problem."

2

"Ding! Sie haben eine neue Videonachricht!"

Dr. Sophia Light sah von ihrer Arbeit auf und seufzte. Wenn es nicht die eine Sache war, war es eine andere. Manchmal vermisste sie es eine Angestellte unter Bright zu sein. Nein, streich das, das war etwas, was sie niemals vermissen würde. Aber sie würde weniger Schreibarbeit nicht ablehnen. Eine Pause von der Arbeit hieß sie dort herzlich willkommen.

Das Video zeigte eine ältere, ihr vertraut aussehende Frau. "Sophia. Wenn du diese Nachricht siehst, bin ich nicht nur tot, sondern habe auch nie den Weg gefunden es dir zu sagen. Ich weiß, was du jetzt denkst und nein: Ich bin nicht deine Mutter, Großmutter oder so was. Ich bin du. Es ist eine lange Geschichte, aber lass uns einfach sagen, dass, wenn du jemals das Universum neustarten müsstest, stelle erst sicher, dass du währenddessen darin bist. Dein Computer bekommt gerade ein Update mit all meinen Dateien. Schau, du wirst nun für mich übernehmen. Du bist O5-2. Viel Glück." Das Video wurde schwarz, doch dann kam das Bild zurück: "Kleine Randnotiz: Warum zur Hölle haben Zeitreisende es immer auf Hitler abgesehen? Er muss der Mann mit dem meisten Glück auf Erden sein. Behalte die Möglichkeit im Auge, dass er ein SCP sein könnte."

Light seufzte und rieb ihre Schläfen. Weniger Arbeit? Nie.

1

"… und deshalb habe ich mich dazu entschieden, meinen Mantel an dich weiterzugeben,", das Video setzt fort, während Dr. Gears den blassen Trenchcoat in seinen Händen anblickte. Sein Gesicht zeigte keine Emotionen, wie immer. "Ich habe alles getan, um dich zu diesem Punkt zu bringen, von dem aus du die Foundation steuern kannst. Egal was man dir versucht zu sagen, deine Rolle geht über alle anderen." Der Mann, der sprach, verriet keine Emotionen, ein ausdrucksloser Vortrag, der sich nie verändern würde, selbst wenn er gerade sterben würde während er die Nachricht aufnahm. Was wahrscheinlich so war. "Und am Ende wollte ich dir nur sagen, dass ich stolz auf dich bin."

Als er das hörte, sah Gears zum Bildschirm auf und fror das Bild ein bevor es zu Ende war. Er starrte für einige Minuten auf den Mann, der auf dem Bildschirm zu sehen war, um alles zu verarbeiten. Er war nun der Chef, der O5 an der Spitze der Pyramide. Er sollte irgendetwas fühlen. Etwas, ein bisschen von… irgendwas. Aber er würde es niemals zugeben.

Er nickte dem Bild auf dem Monitor einfach zu. "Danke, Vater. Ruhe in Frieden."

4

"Ja, ja … ha! Das wäre perfekt!" Mann konnte sich nicht anders behelfen, als zu lachen. So viele Informationen, so viele Dinge zu tun! "010! Wir können es erweitern und auslagern! Die Menschheit wird das tun, was getan werden muss, und nicht, was sie tun wollen!" Seine Finger flogen über die Tastatur. Er stoppte, als sein Bildschirm einfror. "Zugriff verweigert? Was zur Hölle ist-"

"Hey, Vier. Wie gehts dir so?" Der junge Teenager auf dem Bildschirm lächelte. "Hey, es tut echt weh derjenige zu sein, der dir das sagen muss, aber der O5-Rat hat ein Misstrauensvotum abgehalten und, nun ja … Du bist raus!"

"Der O5-Rat? ES GIBT KEINEN O5-RAT!" Mann machte einen tiefen Atemzug und stand auf. "Anscheinend habe ich dich nicht ausgelöscht, so wie ich es eigentlich geplant hatte. Aber das kann ganz einfach-" Wieder wurde Mann unterbrochen, als 11 weitere Video-Übertragungen auf seinem Bildschirm auftauchten, jede mit den verschwommenen Umrissen eines Menschen gefüllt. Unter jedem standen die Worte "Kein Vertrauen" in Grün.

"Nein! Nein! Ich hatte es doch geschafft! Ich hatte alles geplant! Ihr könnt das nicht machen! Ich bin der Administrator! Die Macht gehört mir! Die Macht geh-" PENG! Mann, dessen Oberkopf nun fehlte, ging zwei Schritte und versuchte immer noch die Wörter mit seinem Mund zu formen. Ein zweiter Schuss hallte durch den Raum und Mann fiel zu Boden, sein Körper zuckte. Sein Angreifer feuerte zwei weitere Schüsse ab und endlich war Mann, der Administrator gewesen war, tot am Boden. Der Mann, der ihn getötet hatte, setzte sich auf den Schreibtischstuhl. Er war immer noch warm.

"Dr. Mann ist tot. Hat aber einiges gebraucht, um ihn zu töten. Sieht so aus, als wären die Akten korrekt gewesen, er hat sich selbst verändert. Ich lasse die Jungs unten in der Forschung ihn untersuchen. Gibt es zu diesem Zeitpunkt noch irgendwelche dringenden Angelegenheiten für den Rat?" Die O5-Ratsmitglieder verneinten. "In diesem Fall erkläre ich, Frederick Heide… ach Scheiße, Ich meine O5-4, diese Ratssitzung als geschlossen."

O5-4 starrte auf die Leiche seines Vorgängers. Das war ein langer Tag gewesen. Und er wird noch länger. Er nahm sich einen Moment, um der Leiche in die Seite zu treten. "Gottverdammt, du Arschloch. Das war nicht das, was ich wollte."

Dann wandte er sich wieder dem Computer und seinen Pflichten zu.

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